Oberneukirchen – Erhebliche Verkehrsbelastung auf der MÜ14, finanzielle Unterstützung für die Jugendfeuerwehr und Korrekturen im Gemeindehaushalt haben die jüngste Sitzung des Gemeinderats geprägt.
Im Mittelpunkt stand zunächst die Situation am Straßenabschnitt MÜ14 in Richtung Forsting, der für die Anlieger nach Angaben aus dem Gremium eine erhebliche Belastung darstellt. Das Verkehrsaufkommen, die zugehörige Lärmbelastung sowie die Geschwindigkeit der Fahrzeuge wurden dabei als unerträglich beschrieben. Das Tiefbauamt des Landratsamtes wurde laut Gemeinde bereits informiert. Zur Entschärfung der Lage diskutierte der Gemeinderat eine Reihe von Maßnahmen. Vorgeschlagen wurden unter anderem eine zeitnahe Installation von mobilen oder stationären Blitzern, um eine flüssige, aber sichere Geschwindigkeit sicherzustellen, sowie eine Versetzung des Ortsschilds weiter in Richtung Forsting, damit Fahrer früher auf die Gefahrenlage aufmerksam werden.
Die Anlieger baten zudem um ein Hindernis hinter dem Ortsschild, um das Tempo beim Annähern an den Ort zu reduzieren. Ergänzend wurde die Markierung eines Tempo-50-Schildes direkt auf der Fahrbahn ins Spiel gebracht, um die Geschwindigkeitsreduzierung visuell zu unterstützen. Weiter war eine längere Tempo-30-Zone vom Frischemarkt Mayerhofer bis zur Einfahrt Ahornstraße Thema, um eine sicherere Durchfahrt zu ermöglichen. Zusätzliche Parkmöglichkeiten entlang der MÜ14 sollen das Halten erleichtern und Engstellen entzerren. Ein Fußgängerüberweg beim Frischemarkt soll die Querung erleichtern und Unfälle minimieren.
Als bauliche Maßnahme wurde eine Verengung der Fahrbahn mit einer Mittelinsel genannt, um die Geschwindigkeit zu drosseln. Darüber hinaus diskutierte der Gemeinderat eine stufenweise Geschwindigkeitsreduzierung bereits vor dem Ortsschild von Forsting kommend, etwa mit den Stufen 80, 60 und 50 Stundenkilometer. Als nächster Schritt ist laut Gemeinde die Koordination mit den Behörden vorgesehen. Die Bürgermeisterin Anna Meier und der Gemeinderat planen einen gemeinsamen Termin mit dem Landratsamt und der Polizei, um die Machbarkeit und Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen abzustimmen.
Der Gemeinderat strebt eine zeitnahe, gut abgestimmte Lösung an, die sowohl die Verkehrssicherheit erhöht als auch die Lebensqualität der Anwohner nachhaltig schützt.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die Spendenanfrage der Jugendfeuerwehr Oberneukirchen für die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft in Andernach, die von Freitag, 5. September, bis Sonntag, 7. September 2025, stattgefunden hat. Nach einem Beschluss des Gemeinderats aus früherer Zeit wird eine Spende in Höhe von 15 Prozent der Gesamtkosten erstattet. Bei einer Gesamtsumme von 3.100 Euro ergibt sich somit ein Spendenanteil von 465 Euro. Die Beschlussfassung erfolgte einstimmig, die Spendenzusage wurde genehmigt.
Im darauffolgenden Punkt ging es um die Aufstellung des Haushalts 2025. Im Verwaltungshaushalt war es zu einer fehlerhaften Verrechnung von 100 Euro gekommen. Zum Ausgleich wird die entsprechende Haushaltsstelle von 100 Euro auf 200 Euro erhöht. Dadurch gilt der Haushalt als ausgeglichen. Der Gemeinderat stimmte dem Procedere einstimmig zu.
Zudem war die Kreisumlage bei der Haushaltsaufstellung zu niedrig angesetzt worden. Da sich der Unterschiedsbetrag auf 125.680 Euro beläuft, ist ein Nachtragshaushalt erforderlich. Die Mehrausgaben können mit den höheren Einnahmen aus der Gewerbesteuer ausgeglichen werden. Auch dem stimmte der Gemeinderat zu.
Zum Schluss gab die Bürgermeisterin Anna Meier bekannt, dass bei der Vergabe für die Erstellung der Außenanlagen für das Kinderhaus die Firma Thomas Donislreiter den Zuschlag erhalten hat. mit