Schäffler: Mit neuen Tänzern und Mützen

von Redaktion

TSV Mühldorf: Trainingseinheiten laufen auf Hochtouren – „Es ist ein schönes Miteinander“

Mühldorf – Die neue Schäffler-Saison steht vor der Tür, und die Schäffler des TSV Mühldorf befinden sich im Endspurt ihres Trainings. Am 10. Januar steht der erste Auftritt der Saison 2026 an. Obwohl 2024 ein außertourliches Schäfflerjahr war und somit anstelle der regulären sieben nur zwei Jahre seit der vergangenen Saison vergangen sind, ist die Vorfreude bei allen Beteiligten riesig.

Beim Training in der Halle der Feuerwehr Altmühldorf herrscht eine entspannte Stimmung. Die Tänzer führen locker ihre Schritte und Aufstellungen aus, bilden Kreise und die berühmte Krone aus Buchsbaumbögen. Trainer Wolfgang Öhlknecht beobachtet dies mit Zufriedenheit, während Freunde und Kollegen applaudieren. Bei Bier, Lebkuchen und netten Gesprächen ist das Gefühl der Zusammengehörigkeit spürbar. „Es ist ein schönes Miteinander“, freut sich Abteilungsleiter Hermann Veigl.

Eine starke Gemeinschaft aus Jung und Alt

Insgesamt 52 Aktive sind dieses Jahr Teil der Schäffler, darunter 24 Tänzer, vier Fasslschläger, zwei Kronenträger, acht Marketenderinnen, drei Kasperl und zwei Taferlbuam. Traditionell wird die Truppe wieder von der Altmühldorfer Blaskapelle begleitet. „Wir haben acht neue Tänzer, die zum ersten Mal dabei sind“, freut sich Veigl.

Einer dieser Neulinge ist Markus Pichlmeier, dem besonders die Gemeinschaft innerhalb der Gruppe gefällt. „Alle kommen gut miteinander aus, es ist lustig“, freut sich der 45-Jährige und fügt hinzu: „Die Choreografie ist für mich nicht schwer, wenn das die Älteren schaffen, muss ich schließlich auch mithalten.“

Der älteste Tänzer ist Gerhard Plöderl mit 75 Jahren, der seit 1970 zum sechsten Mal dabei ist und als Fasslschläger fungiert. Auch er fühlt sich in der Gemeinschaft sehr wohl. „Jung und Alt halten hier zusammen, es ist harmonisch, ohne Streit“, sagt Plöderl, dessen Sohn Andreas ebenfalls mittanzt. Er betont: „Es ist wichtig, dass die Tradition des Schäfflertanzes erhalten bleibt.“ Der Jüngste in der Mannschaft ist Refki Krasniqi mit 22 Jahren, der dieses Jahr zum zweiten Mal „schäfflert“.

Die Marketenderinnen tragen ebenfalls maßgeblich dazu bei, dass alles reibungslos funktioniert. „Wir sind Mädchen für alles“, lachen Birgit Hartmetz und Conny Reichthalhammer. Ihre Männer tanzen mit, und die Frauen sind sowohl bei den Auftritten als auch im Training gerne dabei. „Wir sammeln Geld, wünschen den Zuschauern Glück und malen schwarze Nasen“, erklären die beiden. „Hinter den Kulissen helfen wir, wenn eine Hose rutscht oder ein Handschuh verloren geht. Wir schauen also, dass die Männer ordentlich aussehen.“

Nach 40 Jahren gibt es dieses Jahr auch neue Mützen für die Tänzer. „Die alten mussten dringend ausgetauscht werden“, erklärt Hermann Veigl. Die grünen Hauben wurden von der Mühldorferin Maria Seemann mit Stoff aus der Mühldorfer Stofftruhe genäht. „Alles aus Mühldorfer Hand“, betont der Abteilungsleiter. Das Outfit sitzt, die Kränze sind mit Unterstützung der Frauen des Mühldorfer Trachtenvereins fertig gebunden und die Choreografie ist perfektioniert. „Jetzt sind es nur noch Feinheiten, die trainiert werden müssen“, so Veigl.

Bereit für 90 Auftritte:
Melodie als Klingelton

Für 90 Tänze sind die Schäffler des TSV Mühldorf bereits gebucht, sodass an manchen Tagen 15 bis 16 Auftritte auf sie zukommen. Ob einem da nicht irgendwann die Melodie von „Aba heit is’ koit“ zu den Ohren heraushängt? Den Tänzern offenbar nicht. „Ich habe das Lied sogar als Handyklingelton“, lacht einer.

Tänze können bei Bernhard Mittermeier unter Telefon 0160/90661688, per E-Mail an info@schaeffler-muehldorf.de oder über das Formular auf der Homepage www.tsv-muehldorf.de reserviert werden.

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