Töging – Der Stadtrat hat zufrieden auf 2025 und die geleistete Arbeit in der Stadt geblickt. Auf der umfangreichen Tagesordnung standen unter anderem die Änderung eines Bebauungsplans im Industriepark Inntal, ein Bauantrag, die Beantragung einer Förderung für die Renovierung des Mehrzweckbeckens im Freibad Hubmühle, die Erhöhung der Wassergebühren, die Absenkung der Abwassergebühren sowie die Feststellung der Jahresrechnung und die Entlastung der Verwaltung für 2024. Trotz des Kommunalwahlkampfes blickten Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst und die Fraktionssprecher Günter Zellner (SPD), Christoph Joachimbauer (CSU) und Josef Neuberger (FW) versöhnlich auf das Jahr zurück.
Die Änderung eines Bebauungsplanes gegenüber des Volksfestplatzes, wo sich ein örtliches Projektsteuerungsbüro seit über zwei Jahren ansiedeln will, wurde einstimmig beschlossen. „Endlich konnte die Ausgleichsflächenproblematik gelöst werden“, erläuterte Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst vor dem Votum. Ebenfalls einstimmig gab der Stadtrat grünes Licht für die Nutzungsänderung eines Garagengebäudes in eine Werkhalle mit Büroräumen.
Ausführlicher begründete das Stadtoberhaupt den Grundsatzbeschluss zur Förderung für die Sanierung des Mehrzweckbeckens im Freibad Hubmühle. „Wir sollten das noch beantragen, da die mögliche Fördersumme aufgrund unserer guten Haushalte sonst immer kleiner wird“, sagte Windhorst. Die Stadträte folgten diesem Vorschlag ohne Gegenstimme. Ebenfalls ohne Diskussion fasste das Gremium die Beschlüsse zur Erhöhung der Trinkwassergebühren von 1,40 Euro auf zwei Euro pro Kubikmeter sowie zur Senkung der Abwassergebühren von 3,20 Euro auf 2,75 Euro pro Kubikmeter.
Von der Arbeit des Rechnungsprüfungsausschusses berichtete dessen Vorsitzender, Stadtrat Marcus Köhler. Die drei fraktionsübergreifenden Zweierteams hatten die Arbeit der Kämmerei überprüft und dabei nach seinen Angaben keine Beanstandungen festgestellt. Der Empfehlung zur Feststellung der Jahresrechnung 2024 schloss sich der Stadtrat an. Folgerichtig erfolgte auch die Abstimmung über die Entlastung der Verwaltung für das Haushaltsjahr 2024 einstimmig.
In ihren Rückblicken auf das vergangene Jahr setzten Bürgermeister Windhorst und die drei Fraktionssprecher unterschiedliche Akzente. Einig waren sie sich im großen Lob für die erfolgreiche Renovierung der in den 1980er-Jahren erbauten Mehrzweckhalle, in die insgesamt fast vier Millionen Euro geflossen sind. Windhorst hob zudem die Fairness im laufenden Kommunalwahlkampf hervor: „Bisher hat der Wahlkampf noch nicht zu Einschränkungen bei der Arbeit geführt“, sagte der Bürgermeister. Sein Parteifreund und CSU-Fraktionssprecher Christoph Joachimbauer nutzte den Rückblick, um mit Blick auf Windhorsts Kandidatur als Landrat im Nachbarlandkreis dessen bisherige Amtsführung zu würdigen: „Was Tobias Windhorst in Töging bewegt hat, diese Lust zu gestalten, das sind die besten Voraussetzungen als Landrat“, so Joachimbauer.
SPD-Fraktionssprecher Günter Zellner betonte die gute Zusammenarbeit des Gremiums im vergangenen Jahr, während FW-Fraktionssprecher Josef Neuberger an das große Publikumsinteresse bei der Eröffnung eines integrativen Spielplatzes erinnerte, an dessen Gestaltung er sich nach eigenen Angaben privat finanziell beteiligt hatte.
Zum Abschluss der Sitzung wies Wirtschaftsreferent Klaus Maier auf eine Veranstaltung zum Thema künstliche Intelligenz im Café Netzwerk am Sonntag, 18. Januar, hin, für die er den Referenten Franz Schwarz gewinnen konnte.
Die einzige Kritik kam unter dem Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ von SPD-Bürgermeisterkandidat Marco Harrer. Er erklärte, dass er bereits mehrfach von Bürgern auf die neue Gestaltung der Umkleiden in der renovierten Mehrzweckhalle angesprochen worden sei, die diese nicht optimal fänden. Bürgermeister Windhorst entgegnete, die Gestaltung sei bewusst so gewählt worden, um möglichem Vandalismus vorzubeugen.