BJR bildet Beteiligungscoaches aus

von Redaktion

Stefanie Horki aus Waldkraiburg hat Ausbildung abgeschlossen – Junge Menschen in ihren Kommunen zu demokratischem Engagement motivieren

Mühldorf – 18 junge Menschen aus ganz Bayern sind vom Bayerischen Jugendring (BJR) als „Beteiligungscoaches“ ausgezeichnet worden, darunter auch Stefanie Horki aus Waldkraiburg. Sie befähigt nun andere junge Menschen in ihren Kommunen zu demokratischem Engagement.

„Die Ausbildung zum Beteiligungscoach ist eine einzigartige Möglichkeit, um mehr über Kinder- und Jugendbeteiligung zu lernen. Ich weiß nun, wie ich andere junge Menschen zur demokratischen Teilhabe in ihrer Gesellschaft motivieren kann. Die vielen praktischen Übungen und Moderationstechniken/-Methoden helfen mir, wirkungsvolle und ansprechende Workshops vor Ort zu gestalten. Außerdem werden sicher einige der erlernten Methoden auch in meinem beruflichen Werdegang als Erzieherin ihren Einsatz bekommen“, sagte Stefanie Horki. Im Rahmen der zweimoduligen Ausbildung wurde sie durch die Fach- und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung des BJR umfassend auf ihre Aufgaben als Multiplikatoren für regionales und demokratisches Engagement vorbereitet. Philipp Seitz, Präsident des BJR, unterstreicht die Bedeutung der neu ausgebildeten Coaches: „Unsere Beteiligungscoaches sind bestens gerüstet, um junge Menschen in ihren Kommunen zu motivieren und sie mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten, sich aktiv einzubringen. Die Begeisterung und das Engagement der Teilnehmenden sind spürbar, und ich bin zuversichtlich, dass sie wertvolle Impulse für eine lebendige Demokratie setzen werden.“

Die Beteiligungscoaches des vergangenen Jahrgangs gestalteten die Ausbildungswochenenden des vergangenen Jahres aktiv mit.

„Ich appelliere an die kommunalen Entscheidungsträger, diese wertvolle Ressource zu nutzen und die Beteiligungscoaches zu Gesprächen und Workshops einzuladen“, so Philipp Seitz. „Die Beteiligungscoaches bringen Ideen und die Perspektiven junger Menschen in Entscheidungsprozesse ein und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Kommunen.“ In diesem Jahr startet der BJR neue Ausbildungsrunden mit dem Schwerpunkt auf urbane Regionen, jeweils in Kooperation mit den Kreisjugendringen (KJR) vor Ort. „Wir möchten möglichst vielen jungen Menschen die Chance geben, sich zu Beteiligungscoaches auszubilden“, so Juliana Krolop, Ausbildungsleiterin und Mitarbeiterin der Fach- und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung. „Durch die regionalen Angebote wollen wir die Niederschwelligkeit zur Anreise erhöhen und noch mehr Fokus auf kommunale Beteiligungsprozesse legen.“ Die Peer-to-Peer Ausbildung „Beteiligungscoach“ besteht aus zwei Modulen, die jeweils von Freitagabend bis Sonntagmittag stattfinden und vermittelt neben den Grundlagen der Kinder- und Jugendbeteiligung und kommunaler Strukturen auch methodisch-didaktische Kompetenzen zur Durchführung von Workshops. Reflexion, Moderation und Projektmanagement stehen ebenso im Fokus wie die persönliche Weiterentwicklung der Coaches. Die Teilnahme ist für die 16- bis 21-Jährigen kostenlos. Die Einsätze bei nachfolgenden Workshops und Projekten werden mit einer Aufwandsentschädigung honoriert. Durch bestehende Vernetzung und regelmäßigen Austausch werden Erfahrungen geteilt, Wissen erweitert und gegenseitige Unterstützung gewährleistet. Durchgeführt wird die Ausbildung von der Fach- und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung des Bayerischen Jugendrings in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Bayerischen Jugendvertretungen (DVBJ).

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