Nachruf

von Redaktion

Seifriedswörth – Nach einer längeren Leidenszeit starb Alois Rosinger im Alter von 84 Jahren. Pfarrverbandsleiter und Gemeindereferent Robert Kobilke sagte bei der Gottesdienstfeier, die vom Kirchenchor und den Jagdhornbläsern gestaltet wurde: „Der Verstorbene war sehr mit der Natur verbunden.“

Jagdvorsteher Hans Tiefenbeck junior sagte: „Von Kindheit an kannte er ihn in Jagd- oder Schützenkleidung. Für die Kitzrettung war er immer zur Stelle.“ Schützenmeisterin Anna Maier bedauerte, dass die Rott-Quelle Schützen nun ein Mitglied verlieren, das 68 Jahre lang dem Verein treu blieb. Bürgermeister Manuel Schott, selbst Jäger und Jagdpächter, betonte: „Die Jäger der Kreisgruppe Vilsbiburg müssen Abschied nehmen von unserem Jagdkameraden, der über 60 Jahre Mitglied im Verband war. Ihm wurde kürzlich die Treuenadel in Gold verliehen“. Mit dem Ehrenabzeichen in Silber wurde Alois Rosinger für die langjährige Ausbildung und Prüfung von Jagdhunden ausgezeichnet. „Er hat viele Hunde zu Jagdhunden ausgebildet und hat damit internationale Erfolge erreicht“, hob Vorsitzender Rudolf Fischer vom „Club Deutsches Kurzhaar“ hervor. Eine weitere Leidenschaft des Verstorbenen war das Jagdhornblasen. Neben den Vilsbiburger Bläsern war er auch Gründungsmitglied bei den Jagdhornbläsern der Kreisgruppe Mühldorf. Das Bläserehrenabzeichen in Gold wurde ihm für Erhalt, Tradition und Brauchtum verliehen. „Für uns ist es ein Verlust für immer“, so die Leiterin Birgit Pfaffinger der Bläsergruppe.

Geboren wurde Alois Rosinger am 13. September 1941 in Müllerthann, wo er mit den Geschwistern Josef, Marille, Katharina aufwuchs. Die Eltern waren Josef und Katharina. In den letzten Schuljahren wurde er zu den Bauern als „Hausbua“ geschickt, da der Vater im Jahr 1945 ein Kriegsopfer wurde und die Landwirtschaft für Mutter und die Kinder zu wenig einbrachte. Später begann er eine Maurerlehre. Die Firmen Weiß, Angermeier und Eibelsgruber waren seine Arbeitgeber. Mit 20 legte er die Jagdprüfung ab.

Im Jahr 1968 ging er mit Heidi Holzner die Ehe ein. Dem Bund folgten die Kinder Rosemarie, Heidi und Alois. Zur Familie kamen die Enkelkinder Alina und Miriam hinzu, auf die Opa recht stolz war. Ein Zusammenwirken in der Familie ermöglichte, dass neben Landwirtschaft, Handwerk und Vereinstätigkeit noch Zeit für Jagd und Hundeausbildung blieb.

Ein Austragshaus wurde im Jahr 1997 gebaut. Dort wurde Rosinger in seinen letzten Lebensjahren von seinen Familienangehörigen bis zum Tod gepflegt. ti

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