„Vocabile“ besticht durch zauberhaften Klang

von Redaktion

Geistliches Konzert mit abwechslungsreicher Chor- und Instrumentalmusik in der Kirche „St. Michael“

Mettenheim – Vom ersten Ton an überzeugte das Kraiburger Ensemble „Vocabile“ seine Zuhörer bei seinem ersten geistlichen Konzert in der gut besetzten Mettenheimer Pfarrkirche „St. Michael“. Darüber hinaus bildete das barocke Gotteshaus mit seinen lebensgroßen geschnitzten Engelfiguren einen wundervollen Rahmen für die ausgewählte Chor- und Instrumentalmusik von der Renaissance bis zur Romantik.

Zu Beginn des Konzertes gruppierten sich die 17 Sänger in schwarzen Gewändern und mit roten Halstüchern im Dunkel der Emporen und summten immer lauter werdend a cappella in die Stille hinein, bevor sie sich ins Rampenlicht des Altarraums begaben. Dort verbanden sich ihre Stimmen über vier Lagen zu einem herrlichen Klangteppich, der sowohl Neulinge als auch „geübte“ Zuhörer in seinen Bann zog.

Ergriffen zeigte sich ebenso Diakon Manfred Scharnagl, der als Hausherr die Konzertbesucher begrüßte. Dabei verwies er auf den Zusammenhang zwischen der wundervollen Musik und den sich anbahnenden neuen Perspektiven für jeden Einzelnen nach dem Dreikönigstag. Den Taktstock schwang der erfahrene Chorleiter und Musiklehrer Andreas Miecke. Er bewies auch ein glückliches Händchen bei der Auswahl der 19 Stücke, die vor allem aus der anspruchsvollen geistlichen Chormusik verschiedener Musikrichtungen und Epochen stammten, so beispielsweise das einfühlsame „Adoramus te, Christe“ des italienischen Komponisten, Sängers, Gambisten und Pioniers der Oper Claudio Monteverdi (1567 bis 1643). Einen weiteren Höhepunkt im Programm stellte die Triosonate G-Dur für zwei Flöten und B.c. des am Hof Friedrich des II. geschätzten Johann Joachim Quantz (1697 bis 1773) dar, die durch die virtuos spielenden Instrumentalisten Andrea Stadler (Querflöte), Claudia Pickart (Altflöte), Shanna Hiemesch (Cembalo, Klavier) und Andreas Miecke (Violoncello) erst recht zur Geltung kam. Das Repertoire umfasste jedoch auch Weihnachtslieder, wie das von Michael Praetorius (1571 bis 1621) „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ sowie Arrangements populärer, teils ausländischer Volks- und Wiegenlieder, etwa „Carol of the bells“ des ukrainischen Komponisten Mykola Leontovich (1877 bis 1921) oder „My Lord, what a morning“ des Engländers H.T. Burleigh (1866 bis 1948).

Nach eineinhalb Stunden belohnte das Publikum die Mitwirkenden mit viel Applaus und „standing ovations“ für zwei Zugaben sowie gut gefüllten Spendenkörbchen. Zum Ausklang lud die Landjugend in den Pfarrhof zu Glühwein und Bosna ein.

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