Neue Route und neuer Versammlungsort

von Redaktion

Sicherheitskonzept für den Faschingsumzug überarbeitet – Fußgruppen, Wagen und Musikkapellen dabei

Waldkraiburg – Mit dem Inthronisationsball der Faschingsgesellschaft Waldburgia ist am Wochenende der offizielle Startschuss für den Waldkraiburger Fasching gefallen. Und damit die gute Nachricht für alle Narren: Der Faschingsumzug kehrt wieder zurück.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Waldkraiburg den Umzug kurzfristig abgesagt. Hintergrund war eine Amokfahrt während einer Demonstration in München. Sicherheitsauflagen wurden deshalb verschärft, weshalb nur ein Faschingstreiben auf dem Sartrouvilleplatz möglich war.

Der Faschingsumzug zieht heuer am Samstag, 14. Februar, ab 13.30 Uhr wieder durch Waldkraiburg – aber mit einigen Neuerungen. Fußgruppen, geschmückte Wagen sowie Musikkapellen sind wieder dabei. Dafür musste aber das bestehende Sicherheitskonzept „umfassend überarbeitet werden“. Das teilt die Stadt Waldkraiburg dazu mit, die erneut als Veranstalter auftritt.

Das hat auch Auswirkungen auf den Ablauf der Veranstaltung. Sowohl die Route des Umzugs als auch der Ort des anschließenden Faschingstreibens ändern sich. Statt wie früher an der ehemaligen Post vorbei und dann über die Berliner Straße, Stadtplatz und Prager Straße führt der Umzug nun vom Volksfestplatz über die Braunauer, Berliner und Teplitzer Straße wieder zurück. Das anschließende Faschingstreiben findet zentral auf dem Volksfestplatz statt.

Grund für die Änderungen sind sicherheitsrelevante Aspekte. „Die neue Streckenführung ermöglicht eine deutlich bessere Absicherung, insbesondere hinsichtlich der Zufahrtskon-trollen, Rettungswege und Besucherlenkung“, sagt Alexandra Lausmann, Leiterin allgemeine Kulturverwaltung. Sie koordiniert die Veranstaltung vonseiten der Stadt. Entlang der bisherigen Route befinden sich nämlich viele Zufahrten zu privaten Tiefgaragen und Parkplätzen, die man nicht ausreichend hätte absichern können. Eine neue Route stelle zwar gewisse planerische Herausforderungen dar, diese seien aber früh berücksichtigt worden.

Alternative Strecken hatte die Stadt voriges Jahr kurzfristig noch geprüft, sie scheiterten aber daran, dass sie mit den „erwarteten Besucherzahlen nicht sinnvoll gewesen“ wären. Die aktuelle Route soll den Besucherzahlen besser gerecht werden.

Die neue Streckenführung biete ausreichend Platz sowie klar definierte Auf- und Abstellzonen und Rettungswege. Dadurch sei es möglich, auch bei höheren Besucherzahlen eine sichere und geordnete Durchführung des Umzugs zu gewährleisten. Voraussetzung dafür sei allerdings auch eine Begrenzung der zugelassenen Faschingswagen.

Sicherheit und Organisation spielen auch beim neuen Veranstaltungsort für das Faschingstreiben eine Rolle. Denn mit nur einem Veranstaltungsort müssen nicht zwei separate Bereiche parallel abgesichert werden. Dies vereinfache die Planung und ermögliche einen gezielteren Einsatz der „vorhandenen Ressourcen“. „Die Idee zur Verlagerung kam dabei aus der Faschingsgesellschaft Waldburgia selbst“, sagt Lausmann. Damit hätte man einen Standort gewählt, der sowohl „organisatorisch als auch sicherheitstechnisch die besten Voraussetzungen bietet“.

Sicherheit bleibt bei Umzug und Faschingstreiben weiterhin oberstes Gebot. Die Stadt setzt dafür auf eine klare Strecken- und Bereichsplanung, damit Zugänge, Rettungswege und Sammelstellen für Notfälle frei bleiben, eine enge Abstimmung mit den Einsatzkräften, sowie Absperrungen und Besucherlenkung, um Gefahrenpunkte zu minimieren. Grundlage hierfür seien die gesetzlichen Vorgaben und Empfehlungen der Sicherheitsbehörden. „Unabhängig davon arbeiten wir immer eng mit allen Beteiligten zusammen, um den Faschingsumzug und das Faschingstreiben so sicher wie möglich zu gestalten, ohne dass die Feierstimmung beeinträchtigt wird“, erklärt Lausmann.

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