Schneeregen und Wetter-Chaos

von Redaktion

Glatteis sorgt für Unfälle in den Landkreisen Mühldorf und Altötting

Altötting/Mühldorf – Nachdem in den vergangenen Tagen Wintersturm „Elli“ vielerorts für massenhaft Schnee und Chaos im Alltag gesorgt hatte, bescherte Tief „Gunda“ nun zudem extreme Glätte. In weiten Teilen Deutschlands galten Autofahrten als Risiko. So auch in den Landkreisen Altötting und Mühldorf, in denen es trotzdem zu Unfällen kam.

Glatteis in den Landkreisen
Mühldorf und Altötting

„In erster Linie sind wir zufrieden mit den Bürgern, da diese sehr ruhig und anständig gefahren sind“, erklärt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Waldkraiburg auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. „Der einzige richtige Unfall, der auf das Glatteis zurückzuführen ist, ereignete sich am Montagabend in Haag. Ansonsten sind alle den Umständen entsprechend gefahren.“

Bei besagtem Unfall befuhr eine 59-jährige Waldkraiburgerin mit einem Mercedes Kleintransporter die B15 von Wasserburg kommend in Richtung Haag. Auf der Ortsumfahrung von Haag kam die Fahrzeugführerin aufgrund der schneeglatten Fahrbahn auf die Gegenfahrbahn und prallte in einen entgegenkommenden rumänischen Sattelzug, der von einem 61-Jährigen geführt wurde. Dabei erlitt die Frau mittelschwere Verletzungen und musste mit dem Rettungsdienst in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden bei dem Zusammenstoß belief sich auf knapp 70.000 Euro. In Mühldorf kam es vermehrt zu kleineren Unfällen: „Vor allem auch auf Landstraßen, wo es in den Morgenstunden sehr glatt gewesen ist“, teilte ein Sprecher mit. Wie beispielsweise in Schwindegg. Dort befuhr ein Mülllaster die Straße von Oberornau kommend in Richtung Steinkirchen, als der Fahrer in einer Kurve beim Bergabfahren die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben soll und schließlich links von der Fahrbahn abkam. Der Lkw kippte und rutschte mehrere Meter die Böschung hinab. Der Fahrer des Fahrzeugs wurde schwer verletzt, der Beifahrer leicht. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht.

Kurioser Unfall in Perach:
Bus kam ins Rutschen

Bereits am vergangenen Freitag verletzte sich ein Fahrradfahrer aus Buchbach schwer, nachdem er auf einem Radweg gestürzt war. Der 50-jährige Mann wurde im Anschluss in das Krankenhaus Mühldorf gebracht. Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Fahrbahn nach Polizeiangaben zwar geräumt und gestreut, der Radweg jedoch „aufgrund der herrschenden äußeren Bedingungen nahezu vollständig vereist“.

Im Landkreis Altötting ereignete sich in Perach ein kurioser Busunfall am Montag, der allerdings glimpflich ausging. Ein 35-Jähriger mit Wohnsitz in Österreich befuhr mit einem unbesetzten Linienbus den Anzenberg talwärts. Aufgrund von Schnee- und Eisglätte kam das Fahrzeug ins Rutschen und prallte mit der Front gegen den angrenzenden Hang.

Dadurch drehte sich der Bus und kam quer zur Fahrbahn zum Stehen, wodurch die Straße vollständig blockiert wurde. Glücklicherweise befanden sich zum Unfallzeitpunkt keine Fahrgäste im Bus, und auch der Fahrer blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden am Bus in Höhe von rund 2.000 Euro. Während die Bergung durch eine Fachfirma übernommen wurde, kümmerte sich die Freiwillige Feuerwehr Perach um die Verkehrsabsicherung.

„Tatsächlich war dies der einzige Unfall, der sich aufgrund der Wetterbedingungen ereignete“, gab ein Sprecher der Polizeidienststelle Altötting zu Protokoll und fügte an: „Großes Lob an die Bürger, die sich vor allem bei der Glatteisgefahr vorbildlich verhalten haben und dementsprechend vorsichtig gefahren sind.“

Ähnlich ruhig blieb es in und um Burghausen. Nur im Gemeindebereich Feichten a.d. Alz konnte ein Verkehrsunfall (12. Januar) gezählt werden. Dabei befuhr ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Traunstein mit seinem BMW die AÖ28, als er nach rechts von der Fahrbahn abkam und dort mit einem Baum kollidierte. Der Fahrzeugführer sowie sein Mitfahrer wurden bei dem Unfall lediglich leicht verletzt und konnten sich selbst aus dem Auto befreien.

Das InnKlinikum hingegen bekam die Wetterbedingungen durchaus zu spüren: „Wir hatten in unseren Notfallzentren in Altötting und Mühldorf am gestrigen Montag, sowohl tagsüber als auch nachts und am heutigen Dienstagvormittag ein deutlich erhöhtes Aufkommen an unfallchirurgischen Patienten nach witterungsbedingten Stürzen“, erklärte Pressesprecher Mike Schmitzer. „Lebensbedrohlich verletzte Patienten mussten zum Glück nicht versorgt werden. In Mühldorf musste ein Patient nach einem Sturz mit Unterkühlung im Notfallzentrum behandelt werden“, so Schmitzer zum Abschluss.

Artikel 5 von 11