Josef Fuchsgruber wird 90

von Redaktion

Schafkopffreitag noch Gesetz – bald diamantene Hochzeit

Neumarkt-St. Veit – Josef Fuchsgruber wurde am Sonntag, 12. Januar 1936, in Roßbach, Niederbayern, geboren. Er war zunächst das einzige Kind der Landwirtseheleute Fuchsgruber, dem drei Jahre später ein Schwesterchen folgte. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Josef die dreijährige landwirtschaftliche Berufsschule, die aus Platzmangel in der Nachkriegszeit auch in der Gaststube des Wirtshauses stattfand. Als der Junge gerade acht Jahre alt war, wurde sein Vater im Russlandfeldzug als vermisst gemeldet. Er war auch später bei keiner Gefangenenentlassung dabei.

Den Hof übernahm bereits 1944 ein Onkel, und Josef zog mit seiner Mutter auf den großelterlichen Hof, wo er nach der Schule bis 1961 in der Landwirtschaft mitarbeitete. Im Jahr 1961 konnte der junge Mann mit seiner Mutter ein Haus in Großthalham, Hörbering, beziehen. Schnell fand er Arbeit im nahen Massing. Er wurde Kraftfahrer und „fuhr 30 Jahre lang Garagen für den Laumer“, vollendete die Tochter den Satz. Josef war ein zuverlässiger und treuer Mitarbeiter der Garagenfirma, die seine Loyalität zu schätzen wusste. Ein schrecklicher Verkehrsunfall, der lange Genesungsprozesse nach sich zog, zwang den leidenschaftlichen Kraftfahrer, bereits 1963 frühzeitig in Rente zu gehen.

Bei einer groß gefeierten goldenen Hochzeit in Hörbering im Jahr 1963 war Josef als Gast geladen. Dort fiel ihm die Enkeltochter besonders ins Auge, und er verliebte sich in sie. Dennoch dauerte es bis Dezember 1967, bis er seine Maria heiraten konnte. „Aber wir bezogen gleichzeitig unser eigenes Haus hier in Hörbering“, ergänzte die Gattin stolz. Drei Kinder, Josef, Maria und Renate, erblickten in dem Haus das Licht der Welt. Mittlerweile ist Josef auch vierfacher Opa und dreifacher Uropa. Der vierte Urenkel ist wohl gleich nach Redaktionsschluss eingetroffen.

Der Jubilar liebte und liebt die Gartenarbeit, und mit seiner Frau unternahm er viele Fahrten mit dem Weberbus. Beim Schützenverein, wo er 28 Jahre Kassier war, ist er inzwischen Ehrenmitglied. Er ist bereits jahrelang Mitglied bei der Feuerwehr, bei den Reservisten und bei der CSU. Den Schafkopfabend am Freitag, den er seit vielen Jahren beibehält, lässt er immer noch ungern ausfallen. Und wenn das Schicksal es will, dann feiert der Jubilar am Mittwoch, im kommenden Jahr, mit seiner Frau die diamantene Hochzeit.

Viele Nachbarn, Freunde und der Bürgermeister beglückwünschten den hohen Jubilar an seinem Ehrentag. nz

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