Ab in die Fifties mit einem leisen Servus

von Redaktion

Ausverkaufter Stadtball im Haus der Kultur Waldkraiburg – Rudi Stey kündigt Ende seiner Karriere an

Waldkraiburg – Der Waldkraiburger Stadtball entführte seine 360 Gäste in die 50er-Jahre. Denn unter diesem Motto wurde im Haus der Kultur ausgiebig gefeiert und getanzt.

Der größte und beliebteste Ball der Stadt war wieder ausverkauft. Die Begrüßung erfolgte traditionell durch Bürgermeister Robert Pötzsch, und Kulturreferentin Lydia Partsch führte als Moderatorin durch den Abend.

Später eröffnete das Stadtoberhaupt die Tanzfläche mit seiner Frau Marion. Das Motto mitsamt Programm blieb bis zuletzt ein ungelüftetes Geheimnis.

„Es ist immer sehr aufwendig, diesen Ball zu organisieren, weil die Liebe zum Detail stets bei uns berücksichtigt wird“, sagte die Leiterin des Hauses der Kultur, Alexandra Lausmann. Sie deutete auf das Muster der Saaldekoration im Atomic-Stil bis hin zu den originellen 50er-Jahre-Plakaten.

Hula Hoop, Elvis und

John Travolta

Immer zur vollen Stunde richteten sich alle Blicke auf das Parkett. Neben dem tänzerischen Start mit der Marschgarde der Waldburgia folgte später der professionelle artistische Auftritt der Hula-Hoop-Künstlerin Natascha. Um Mitternacht präsentierten die Inntal-Ballerinos und der TSC Waldkraiburg Szenen aus „Grease“ und wandelten auf den Spuren von Olivia Newton- John und John Travolta.

Bereits um 22 Uhr gab es ein besonderes Zuckerl: Der Waldkraiburger Schausteller und Entertainer Rudy Stey absolvierte auf der Bühne seinen letzten großen Auftritt als Elvis-Imitator und Oldie-Sänger.

Bei seinem krönenden Abschluss ließ er sich nicht lange bitten, ob er auftritt, aber es war eben das große Finale seiner jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte. Dementsprechend begeistert feierten ihn auch die Ballbesucher.

Rudi Stey sagt
leise Servus

Für Stimmung auf der Tanzfläche sorgten wieder die bekannten Münchener Partymusiker Blind Date Band. Für Kurzweil sorgte im Foyer die Fotobox für spaßige Ballerinnerungen mit lustigen Utensilien. Und man konnte sich digital auch ein Daumenkino erstellen lassen und dabei fröhlich in einem alten VW Bulli Platz nehmen.

Bürgermeister Robert Pötzsch atmete gegen Mitternacht sichtlich erleichtert auf: „Ich wusste im Vorfeld ganz wenig, wie der Ball heuer werden wird, denn es ist für mich immer eine Überraschung, welcher Programmpunkt überhaupt kommt“. Da gehöre eine gewisse Angespanntheit dazu, denn „das Haus ist voll und jeder kommt hier mit einer gewissen Erwartungshaltung her und wir wollen das erfüllen und deshalb bin ich da natürlich schon besonders nervös“.

Anspannung fällt gegen
Mitternacht von Pötzsch ab

Gegen Mitternacht sei dann der Zeitpunkt für Pötzsch, an dem er sich „entspannt zurücklehnen kann und feststellt, dass alles wunderbar funktioniert hat“.

Besonders gut gefällt ihm beim Stadtball, dass „hier Leute da sind, die Spaß am Feiern haben und entsprechend die perfekte Stimmung machen.“ Eine Augenweide seien auch die stilvoll gekleideten Frauen und Männer: „Die haben sich heute Abend wieder alle super in Schale geworfen und hier einen wunderbaren Schwarz-Weiß-Ball ausgemacht.“

Bis in die späte Nacht wurde gefeiert, geschlemmt, feine Drinks konsumiert und gute Gespräche geführt.

Die Kommunalwahlen im März rücken näher, die Gespräche werden politischer. Dennoch stießen CSU-Landrat Max Heimerl und dessen SPD-Herausforderer Patrick Hüller, der Landtagsabgeordnete Markus Saller (Freie Wähler) und Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer (CSU) gemeinsam mit Pötzsch (UWG) und seinem Mühldorfer Kollegen Michael Hetzl (UM/FW) gut gelaunt parteiübergreifend an.

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