Nach dem Schützenball ist Schluss

von Redaktion

Thomas und Aphinya Hinkelmann schließen Landgasthaus Stefanskirchen aus wirtschaftlichen Gründen

Ampfing – Thomas Hinkelmann und seine Frau Aphinya schließen das Landgasthaus in Stefanskirchen bei Ampfing nach weniger als einem Jahr. Als Gründe für das Aus nennen die Wirtsleute zu hohe Fixkosten und zu wenige Gäste. Nach dem Schützenball am heutigen 17. Januar ist nun endgültig Schluss.

Thomas Hinkelmann hat resigniert. „Nach dem Schützenball am 17. Januar ist Schluss.“ Im April 2025 haben er und seine Frau Aphinya das Landgasthaus Stefanskirchen übernommen und nun müssen sie schon wieder zusperren.

Zu wenig Gäste,
zu hohe Fixkosten

„Das Geschäft für Wirtshäuser am Dorf wird immer schwieriger“, so der 42-Jährige. Einerseits beklagen die Leute, dass es kaum mehr Wirtshäuser gibt – andererseits kommen zu wenig Gäste. Der Sommer sei bei schönem Wetter prima gelaufen, der Umsatz habe gestimmt. Bei schlechtem Wetter blieb das Geschäft komplett aus. Ebenso kamen zu selten Veranstaltungen rein. Der zu geringe Umsatz, Investitionen und hohe Fixkosten lassen ihn resümieren: „Wirtschaftlich ist das nicht mehr darstellbar.“ Sich als neuer Wirt einen Namen bei Events, wie etwa Hochzeiten, aufzubauen, sei hart. Solche Feiern werden mindestens ein Jahr im Voraus geplant. Zudem gebe es in der Nähe ein Traditionsgasthaus, das seit Jahrzehnten stark in diesem Bereich sei. „Da kann ich nicht konkurrieren, auch preislich nicht. Diesem Betreiber gehört das Haus. Ich habe die Pacht zu erwirtschaften“, so Hinkelmann nüchtern. Die Ausgaben und Einnahmen sprechen eine klare Sprache. Das Aus ist eine logische Konsequenz. Und sie trifft ihn und seine Frau hart.

Früher das BBQ in
Jettenbach betrieben

Hinkelmann ist gelernter Koch und hat langjährige Erfahrung in der Gastronomie. Selbstständig gemacht hat er sich im Jahr 2022. Er stand zwei Jahre im BBQ in Jettenbach am Grill und servierte seine weitum beliebten Steaks und Burger, ehe er sich umorientierte und dann im Frühjahr 2025 den Landgasthof Stefanskirchen übernahm.

Der 42-Jährige hat bereits eine Anstellung gefunden. Seine Frau Aphinya hält zu ihm; die 38-Jährige schaut sich nach einem Vollzeitjob um, am liebsten in einer Küche. „Zum Glück haben wir keine Kinder“, sagt er bitter mit Blick auf die aktuelle Situation, an der das Paar zu knabbern hat.

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