Kraiburg – Die Jahresversammlung der Theatergruppe Kraiburg im Gasthaus Wuhrmühle war sehr gut besucht. Zu Beginn des Treffens gedachten die Anwesenden bedrückt Christa Fuchs, einem Urgestein der Theatergruppe, die zwei Tage vor der Versammlung verstorben war. Alois Fürstenberger, der Sprecher der Theatergruppe, erinnerte in seinem Bericht an zahlreiche Stammtische, den Besuch befreundeter Theatergruppen, Filmvorführungen, den Stand auf dem Christkindlmarkt oder das Krippenspiel bei der Kindermette. „Das Jahr war freilich geprägt von unserem 40-jährigen Jubiläum mit dem Shakespeare-Stück ,Ein Sommernachtstraum‘ als Freilichtaufführung“, so Fürstenberger.
Großartige
Unterstützung
Die konkreten Vorbereitungen begannen mit Jahresbeginn. Bis zur Premiere im Juli fanden 52 Proben statt, ehe die 23 Schauspieler vor einer genialen, von der Natur geschaffenen Kulisse das Publikum begeisterten. „Fast die Hälfte aller Akteure stand zum ersten Mal auf der Bühne und überzeugte trotzdem“, lobte Fürstenberger. Zugleich bedankte er sich bei Bürgermeisterin Petra Jackl und ihrem Stellvertreter Werner Schreiber sowie dem Bauhof für die großartige Unterstützung. Obwohl alle acht vorgesehenen Aufführungen gespielt werden konnten, war man mit dem Besuch von rund 1.800 Besuchern nicht ganz zufrieden. Dies war vor allem den Witterungsverhältnissen geschuldet, da das Wetter an fast allen Aufführungstagen im Juli unbeständig und unsicher war. „Im ganzen Landkreis war der Sommernachtstraum das Gesprächsthema Nummer eins – und ich habe das Stück nicht gesehen“, begann Bürgermeisterin Petra Jackl ihr Grußwort. „Ich schäme mich auch, aber ich war zu jedem Termin entweder krank oder verhindert.“ Trotzdem gratulierte sie der Theatergruppe zu dem Erfolg und dankte für die geleistete Arbeit. „Ihr seid ein Aushängeschild der Gemeinde.“
Anschließend leitete sie die anstehenden Neuwahlen, die ausschließlich einstimmige Ergebnisse hervorbrachten: Alois Fürstenberger als Erster Sprecher, Franz Oberbacher als Zweiter Sprecher, Melanie Schreiber (neu) als Dritte Sprecherin, Sarah Ebenbichler (neu) als Kassier und Christian Wimmer als Schriftführer. Auch im Kassenbericht, den Melanie Schreiber vorstellte, schlug sich das Freilichtspiel entsprechend nieder. Gesamteinnahmen von rund 65.000 Euro, vor allem durch Eintritte, Bewirtung und Spenden, standen Ausgaben von über 45.000 Euro gegenüber, wobei noch größere Ausstände vorhanden waren. Die größten Posten waren die Tribüne mit über 11.000 Euro, die Technik mit rund 9.000 Euro, die Bewirtung mit fast 8.000 Euro und die Werbung mit knapp 2.500 Euro. Fazit der Schatzmeisterin: „Wir konnten wieder eine finanzielle Grundlage schaffen, um solch teure Veranstaltungen auch in Zukunft zu riskieren.“
Nicht auf den
Lorbeeren ausruhen
Der Ausblick des Sprechers der Theatergruppe zeigte, dass sich der Verein nicht auf den Lorbeeren ausruhen wird. Die Jugendarbeit soll intensiviert werden, und auch die Gründung einer Kindergruppe wird überlegt. Die Lagerräume für Requisiten werden mit professioneller Unterstützung vom Gärtnerplatz-Theater gründlich entrümpelt. Des Weiteren sind Filmvorführungen sowie die Anschaffung einheitlicher T-Shirts mit Aufdruck geplant, und das Weihnachtsstück „Scrooge“ soll noch einmal verändert auf die Bühne gebracht werden.