Waldkraiburgs Wachstum stößt an Grenzen

von Redaktion

Bevölkerungsstatistik zeigt stabile Zahlen – 28 Prozent der Bürger mit ausländischer Staatsangehörigkeit

Waldkraiburg – Weiterhin bleibt Waldkraiburg die größte Stadt im Landkreis Mühldorf. Ein Blick auf vergangene Jahre zeigt, dass der Landkreis Mühldorf zwischen 2011 und 2022 um zwölf Prozent gewachsen ist. Prognosen gehen davon aus, dass das Wachstum weiter ansteigen werde. Doch wie sieht es in der Stadt Waldkraiburg aus?

Laut der aktuellen Bevölkerungsstatistik der Stadt ist Waldkraiburgs Bevölkerungsanzahl nahezu stabil geblieben, konnte aber dennoch ein kleines Plus verzeichnen. Mit Ende 2025 (Stand 30. Dezember) lebten 26.983 Bürgerinnen und Bürger in der Stadt. Zum Vergleich: Mit Stand 29. Dezember 2023 waren 26.743 Bürger inklusive Nebenwohnungen (513 Stück) in der Stadt gemeldet.

Wachstum ist eine
Herausforderung

Die Bevölkerung der Stadt setzt sich laut der Statistik aus 49,62 Prozent Frauen, 50,37 Prozent Männern und 0,01 Prozent diversen Personen zusammen. Im Jahr 2025 wurden 218 Kinder (103 Mädchen und 115 Jungen) geboren und 311 Personen (164 Frauen und 147 Männer) sind gestorben.

Dass die zunehmende Bevölkerung Waldkraiburg vor Herausforderungen stellen wird, weiß Bürgermeister Robert Pötzsch. Denn laut ihm ist die Stadt an ihren Grenzen angekommen. Rund um Waldkraiburg gebe es Wald und Grünflächen, die nicht so einfach in Bauland – sei es für Wohnungen oder Industrie oder Gewerbe – umgewandelt werden könnten, so der Bürgermeister. „Wir werden nicht in dem Maße wachsen können, wie es der vom Landrat getaufte Chancen-Landkreis kann“, sagt Pötzsch.

Waldkraiburg setzt
auf Nachverdichtung

Dennoch gebe es im Waldkraiburger Süden noch eine Fläche für zukünftige Generationen und derzeit befinde sich das Baugebiet im Westen auf der Zielgeraden. Hier sollen Doppelhaushälften entstehen, so Pötzsch. Ansonsten werde sich die Stadt auf das Nachverdichten von Flächen im Ortsgebiet fokussieren.

Das muss laut Pötzsch zuerst angegangen werden. Eine weitere Besonderheit in Waldkraiburg ist die Fülle an Bürgern aus verschiedenen Nationen. Laut der Statistik der Stadt besitzen „rund 28,36 Prozent der hier gemeldeten Menschen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die größten Gruppen stammen aus Rumänien (1605 Personen), der Türkei (816) und Ungarn (727)“. Insgesamt wohnen Bürger aus 107 verschiedenen Nationen in Waldkraiburg, heißt es dazu in der Bevölkerungsstatistik. Das zeigt: „Waldkraiburg ist und bleibt eine lebendige und vielfältige Stadt“, heißt es von der Stadt.

Unterschiedlicher
Ausländeranteil

Auffallend ist, dass sich der Anteil der ausländischen Bürger je nach Altersgruppe unterscheidet. Während bei den unter 15-Jährigen sowie auch bei den 15- bis 24-Jährigen etwa halb so viele Personen einen ausländischen Pass haben als einen deutschen, sind es in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen bereits rund 45Prozent. Ab dann sinkt der Anteil wieder. Bei den 35- bis 44-Jährigen haben rund 40 Prozent eine nicht-deutsche Staatsangehörigkeit.

Der Anteil sinkt mit zunehmendem Alter von rund 36 Prozent (45- bis 54-Jährige) über circa 20 Prozent (55- bis 64-Jährige) und zehn Prozent (65- bis 74-Jährige) auf niedrige sechs Prozent (ab 75 Jahre).

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