Neumarkt-St. Veit — Mit beeindruckenden Zahlen, großer Einsatzbereitschaft und bemerkenswerter Kameradschaft blickt die Freiwillige Feuerwehr Hörbering auf ein ereignisreiches vergangenes Jahr zurück.
Die Wehr zählt aktuell 40 aktive Mitglieder, darunter 18 Atemschutzträger, sowie vier engagierte junge Floriansjünger, die bereits jetzt mit viel Motivation in die Fußstapfen der Aktiven treten. Insgesamt rückte die Hörberinger Wehr 17-mal aus. Die durchschnittliche Mannschaftsstärke lag dabei bei bis zu 19 Einsatzkräften. „Es ist schon eine sehr hohe Einsatzbereitschaft“, berichtete Kommandant Mathias Niederschweiberer eindrucksvoll und stolz.
Professionalität
und konzentrierte Ruhe
Besonders die größeren Brandeinsätze sowie mehrere anspruchsvolle technische Hilfeleistungen forderten die Mannschaft. Trotz der Herausforderungen zeigte die Wehr stets Professionalität und Ruhe. Die 17 Einsätze teilten sich auf acht Brandeinsätze, acht technische Hilfeleistungen und einen ABC-Einsatz auf. Dabei unterstrich er, dass die Einsätze nicht nur im eigenen Bereich einen hohen Stellenwert haben, sondern auch über die Gemeindegrenzen von Neumarkt-St. Veit hinausgingen. Um für alle eventuellen Einsatzlagen gut vorbereitet zu sein, investierten die Mitglieder der Feuerwehr Hörbering im vergangenen Jahr 1.280 Stunden in Übungen, Lehrgänge und Fortbildungen.
Auch die Jugendfeuerwehr war mit 115 Stunden aktiv, darunter der jährliche Wissenstest, bei dem die jungen Nachwuchskräfte ihr Können unter Beweis stellten. Des Weiteren hatte die Jugendfeuerwehr auch einen ganz besonderen Einsatz und beteiligte sich mit viel Spaß und Freude an der Baumpflanzchallenge. „Unsere Jugend ist sehr motiviert und auch mit viel Freude dabei“, sagte Jugendwart Christoph Harlander. Atemschutzwart Michael Eberhartinger berichtete aus dem Bereich Atemschutz und führte auf, dass im Rahmen der Ausbildung zusätzlich 159 Ausbildungsstunden zusammenkamen, inklusive der anspruchsvollen Durchschleusung. Ein besonderer Höhepunkt war der Brandcontainer, der in Neumarkt-St. Veit stationiert war und realitätsnahe Übungsszenarien ermöglichte.
Der Gerätewart berichtete von rund 3.000 gefahrenen Kilometern im Dienst der Sicherheit. Die Tragkraftspritze lief im vergangenen Jahr 24 Stunden. „Zudem konnten wir ein neues Aggregat in Betrieb nehmen, welches eine wichtige Investition in die Einsatzbereitschaft unserer Wehr ist“, so der Gerätewart.
Dieses wurde in gemeinsamer Aufteilung der Kosten zwischen der Stadt Neumarkt-St. Veit und einem Eigenanteil durch die Floriansjünger angeschafft. Bei den vielen Einsätzen erlebten die Floriansjünger auch selbst ein einschneidendes Ereignis.
So gerieten sie bei einem schweren Sommerunwetter vergangenes Jahres selbst in den Fokus eines Einsatzes. Der sonst unscheinbare Bach in Hörbering trat über die Ufer, überschwemmte Felder und setzte schließlich sogar das Gerätehaus unter Wasser.
In gemeinsamer Kraftanstrengung und bei einem guten Zusammenhalt innerhalb des Dorfes meisterten sie diese Situation und blieben trotz allem einsatzbereit für die Bevölkerung.
Nachdem die Zahlen und Ereignisse eindrucksvoll vorgetragen worden waren, hieß es, Danke zu sagen und langsam Abschied zu nehmen. Vorsitzender Johannes Mitterhofer sprach nicht nur im Namen der Führungskräfte Dank aus, sondern für die gesamte Wehr: „Lieber Erwin, wir wollen Danke sagen, auf gute und tolle Zusammenarbeit der letzten 24 Jahre.“ Dabei unterstrich er immer wieder die Ergebnisse und Kompromissergebnisse bei schwierigen Fragen.
17 Einsätze und
1.280 Übungsstunden
Bürgermeister Erwin Baumgartner sagte als scheidender Dienstherr nach der Überreichung seines Geschenkes: „Ihr sagt immer wieder Danke für die gute Zusammenarbeit bei allen Beteiligten, aber ich muss Danke an Euch zurückgeben“, so Baumgartner. „Ihr steht in Notlagen der Bevölkerung bei und rettet, helft und bergt in den verschiedensten Situationen und auch in gefährlichen Situationen.“
Zum Schluss wünschte sich Baumgartner, dass alle Floriansjünger immer gesund in ihre Gerätehäuser zurückkehren mögen und dass niemals etwas Schlimmes passieren möge.