Probleme mit Baufirma verzögern den Ausbau

von Redaktion

Der Breitbandausbau in Aschau sollte bis Ende 2024 abgeschlossen sein, doch bis heute ist kein einziger der 1.300 geplanten Haushalte angeschlossen. Grund für die massive Verzögerung sind Probleme mit einem Sub-Unternehmen sowie die Umstrukturierung der zuständigen Firma, wie Bürgermeister Christian Weyrich erklärte.

Aschau – Drei Ausbaustufen hat die Gemeinde Aschau bereits hinter sich. Mit der vierten sollen weitere 1.300 Haushalte – auch in den Außenbereichen – einen Glasfaseranschluss direkt ins Haus erhalten. Geplant sind dafür rund 29 Kilometer neue Leitungen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 2,13 Millionen Euro, wovon die Gemeinde rund 213.500 Euro selbst trägt.

Firma schuld an
zahlreichen Schäden

Alles festgehalten in einem Vertrag, den die Gemeinde Aschau mit der Firma Leonet im Sommer 2023 unterzeichnet hat. Der Zeitplan war ambitioniert: Baubeginn bis Ende 2023, Fertigstellung bis Ende 2024. Doch bis dahin war kein einziger Meter verlegt. Erst jetzt kommt so richtig Bewegung in das Projekt.

„Es war ein Drama“, so Bürgermeister Christian Weyrich in einer der jüngsten Sitzungen des Gemeinderats.

Damit bezog er sich vor allem auf die mangelhafte Arbeit eines Sub-Unternehmens, das „mehr Schaden angerichtet“ hätte, als dass es mit dem Ausbau vorangekommen wäre. „Das war wirklich schlimm.“

Nach Angaben des Bürgermeisters kam es zu zahlreichen Schäden: Gartenzäune wurden beschädigt, Betonsteine unsachgemäß gesetzt, Gräben gezogen, wo es gar keine geben sollte. „Das Sub-Unternehmen kam nicht vorwärts“, sagt Weyrich auf Nachfrage. Auf Drängen der Gemeinde trennte sich Leonet deshalb Ende vergangenen Jahres von dem Sub-Unternehmen.

Schnell hat dann eine neue Firma die Arbeiten übernommen, erste „wichtige Meter“ konnten vor Weihnachten noch verlegt werden. „Die Firma packt an: In zwei Wochen waren so viele Meter geschafft, wie es das vorherige Unternehmen in acht Wochen nicht geschafft hat.“ Die entstandenen Schäden seien vorerst provisorisch winterfest gemacht worden, im Frühjahr sollen sie dann endgültig behoben werden. Die Verzögerungen haben jedoch nicht nur mit den mangelhaften Bauarbeiten zu tun. Rund 18 Monate nach Inkrafttreten des Vertrags hätte der Ausbau eigentlich abgeschlossen sein sollen. Zwischenzeitlich wurde die Firma Leonet nämlich aufgekauft. „Die damit verbundenen Umstrukturierungen haben Zeit gekostet“, so Weyrich.

Umstrukturierung
kostet Zeit

Nach dem Eigentümerwechsel seien alle Projekte überprüft worden, insbesondere eigenwirtschaftliche Vorhaben. Ein solcher Ausbau ist auch in Aschau geplant. Dieser ist aber nur ein Teil des Vertrags und eng mit dem geförderten Ausbau verzahnt. Deshalb werde der Breitbandausbau auch wie geplant umgesetzt – wenn auch deutlich später als ursprünglich vorgesehen.

Artikel 1 von 11