Sattelzug flüchtet nach Unfall

von Redaktion

Heldenstein – Auf der A94 bei Heldenstein ist ein Sattelzug nach einem Zusammenstoß mit einem Mercedes weitergefahren, ohne anzuhalten. Der Unfall hat sich am vergangenen Dienstag gegen 13.30 Uhr in Fahrtrichtung Passau ereignet. Wie die Autobahnpolizeistation Mühldorf mitteilt, war ein 39-jähriger Mann aus Kipfenberg mit seinem Mercedes GLC auf dem linken Fahrstreifen unterwegs, um einen Sattelzug zu überholen. Der Fahrer des Sattelzugs soll dann unvermittelt und ohne Blinker vom rechten auf den linken Fahrstreifen ausgeschert sein, um seinerseits ein vor ihm fahrendes Fahrzeug zu überholen.

Der Mercedesfahrer bremste zwar noch, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern und prallte gegen das Heck des Sattelanhängers. Der Sattelzug setzte seine Fahrt laut Polizei nach der Kollision in Richtung Passau unvermindert fort.

Der 39-Jährige hielt an der Anschlussstelle Heldenstein an und verständigte die Autobahnpolizei. Zunächst war von dem Sattelzug nur die Farbe des Aufliegers bekannt. Eine uniformierte Streifenbesatzung der Autobahnpolizeistation Mühldorf entdeckte dann an der Anschlussstelle Mühldorf-Nord einen Sattelzug mit passendem Schaden hinten links. Das Fahrzeug wurde an der Anschlussstelle Töging angehalten und kontrolliert. Aufgrund des Schadensbildes, aufgefundener Lacksplitter des Mercedes und der Angaben des 55-jährigen bulgarischen Fahrers konnte die Beteiligung des Sattelzugs an dem Unfall nach Polizeiangaben zweifelsfrei nachgewiesen werden. Nach Feststellung der Personalien des mutmaßlich unfallverursachenden Fahrers, der Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten und der Aufnahme des unerlaubten Entfernens vom Unfallort durfte der Mann weiterfahren. Durch den Unfall wurde nach Polizeiangaben niemand verletzt. Der Gesamtschaden liegt bei etwa 20.000 Euro.

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