Mühldorf/Braunau – Die Europa-Union warnt vor einem drohenden Stillstand der grenzüberschreitenden Bahnverbindung zwischen Deutschland und Österreich durch das unterschiedliche Tempo bei der Elektrifizierung der Strecken Mühldorf-Simbach und Linz-Braunau. Während Österreich die Elektrifizierung der Inntalkreisbahn bis 2029 abschließt, hinkt Deutschland bei den Planungen für Mühldorf-Simbach hinterher. Dies gefährdet die wichtige Verbindung nach Wels und Linz.
Kreis- und Bezirksvorsitzender Walter Göbl betont: „Eine leistungsfähige Infrastruktur ist das Rückgrat der europäischen Idee.“ Die überparteiliche Europa-Union appelliert an den bayerischen Verkehrsminister Bernreiter, sich in Berlin einzusetzen, um die umgehende Freigabe der Mittel zumindest und zunächst für die Vorplanungen in Höhe von zehn Millionen Euro zu erreichen. Die Strecke ist essenziell für Pendler nach München und die regionale wirtschaftliche Entwicklung. Die Europa-Union fordert in einem Schreiben an den Verkehrsminister der Republik Österreich Peter Hanke Zwischenlösungen.
Ein weiteres Ziel formuliert Walter Göbl abschließend: Die angestrebte Entwicklung Mühldorfs zum europäischen Bahnknotenpunkt mit Fernverkehrshalt. Dafür ist die Elektrifizierung von München nach Mühldorf und weiter nach Simbach, Braunau, Linz und Wien wichtig.
Die Europa-Union wird hier am Ball bleiben. Unter Leitung des oberbayerischen Vorsitzenden wird ein Gremium „Pro Bahn“ der Bezirksverbände Niederbayern und Oberbayern, der Kreisverbände Mühldorf und Altötting gebildet.