Kraiburg – Kurz vor Weihnachten fiel die Heizung im Kraiburger Rathaus aus und entging nur knapp einem Brand. Nun wird das denkmalgeschützte Gebäude mit einer mobilen Heizzentrale versorgt. Bürgermeisterin Petra Jackl erklärte im Gemeinderat, wie die dringend notwendige Sanierung des Gebäudes nun weitergeht.
Nicht zu übersehen: Auf dem Parkplatz hinter dem Kraiburger Rathaus steht ein Anhänger mit der Aufschrift „Mobile Heizzentrale“ . Von dort führt eine Leitung direkt ins Gebäude hinein. Kurz vor Weihnachten war im Rathaus die Heizung ausgefallen, seitdem heizt die provisorische Anlage. Dass nichts passiert ist, war Glück.
Heizung machte
zuvor schon Probleme
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats berichtete Bürgermeisterin Petra Jackl (UWG), wie es dazu kam, zur Notlösung und zu den laufenden Planungen zur Sanierung des Rathauses. Rückblickend hat sich der Ausfall der Heizung nach Aussage von Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU) bereits einige Tage zuvor angekündigt. Eine Mitarbeiterin hätte Gasgeruch bemerkt, der sich jeweils schnell wieder verflüchtigt hatte. Überprüfungen seien deshalb auch ohne konkreten Befund geblieben. Bis dann plötzlich „Brandgeräusche“ zu hören gewesen seien, und am Gasbrenner-Kessel habe es vorne bereits „rausgebrannt“.
Weil das kleine Feuer erkannt worden ist, konnte Schlimmeres verhindert werden. „Wir sind haarscharf an einem Brand vorbei. Ich bin heilfroh, dass es rechtzeitig bemerkt worden ist“, sagte Bürgermeisterin Petra Jackl.
Bereits zuvor habe die Heizung immer wieder Probleme verursacht, unter anderem wegen Zündfehler sei sie teilweise nicht mehr angesprungen. Seit Weihnachten ist sie nun komplett außer Betrieb. „Das Rathaus wird jetzt deshalb über eine mobile Heizungsanlage geheizt“, erklärte sie. Die Ölheizung sei an die bestehende Heizung angeschlossen worden, die Leitungen dorthin seien provisorisch isoliert worden.
Die Übergangslösung sei für die Gemeinde mit erheblichen Kosten verbunden: Nach Angaben von Jackl verbraucht die Anlage rund 400 Liter Heizöl pro Woche. Da die Heizperiode im Rathaus vergleichsweise lang sei, werde dies „ein teurer Spaß“.
Zum Vergleich: In einem Einfamilienhaus liegt der durchschnittliche Heizöl-Verbrauch bei 13 Litern pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Eine neue Heizung könne kurzfristig nicht installiert werden, da die Sanierung des Rathauses aktuell geplant werde. Damit verbunden auch die Frage, wie künftig das Rathaus geheizt werden soll. Der Ausfall der Heizung kommt für Jackl „zur Unzeit“.
Zwischenstand zur
Sanierung des Rathauses
Im Zuge der Sanierung soll die Erneuerung der Heizung vorgezogen werden. Ziel sei es, bis zur nächsten Heizperiode eine neue Anlage in Betrieb zu nehmen. Welche Heizform künftig genutzt wird, ist noch offen. Unter anderem werde eine Pelletsheizung geprüft. Mit den zuständigen Förderstellen sei die Gemeinde im Gespräch, erklärte Jackl.
Neben der Heizung informierte die Bürgermeisterin den Gemeinderat auch über weitere Punkte der Sanierung. Zuletzt hätten Bauuntersuchungen im Dachgeschoss stattgefunden. „Mir wird da immer ganz schlecht, was da gefunden wird“, sagte sie mit Blick auf die Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert. Denn schützenswerte Funde bedeuten für Jackl: „Das darf man nicht anfassen und es wird teuer.“