Altötting – Nachhaltigkeit lokal gestalten – europäisch denken: Unter diesem Motto durften die Schüler der FOS/BOS an einem Planspielvormittag teilnehmen, der auf kommunaler Ebene spielte und die Themen Kommunalpolitik, Nachhaltigkeit und Europapolitik miteinander verband.
Dabei ging es um die Sorgenkinder des fiktiven Ortes Mühlbach – die alte verfallende Mühle und das umliegende Gebiet – für das dringend Lösungen gefunden werden mussten. Schwung in die Überlegungen zu einem neuen Nutzungskonzept brachte dabei ein Wettbewerb der EU zur Auszeichnung „Biodiverse Gemeinde Europas“ und ein damit verbundenes Preisgeld von 1,5 Millionen Euro.
Unter der Leitung von vier Teamern des Centrums für angewandte Politikforschung München (C.A.P.) schlüpften die Schüler in die Rollen von unterschiedlichen Akteuren der Kommunalpolitik und erarbeiteten Lösungsansätze, die anschließend in den Bürgerversammlungen vorgestellt und diskutiert wurden, mit dem Ziel, dem Gemeinderat ein gemeinsames Nutzungskonzept zu empfehlen.
Die große Herausforderung bestand darin, trotz unterschiedlicher Wertvorstellungen und gegensätzlicher Umsetzungsideen konsensfähige Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Abschluss des Planspielvormittags war die Expertenrunde mit den Bürgermeistern Stephan Antwerpen (Altötting), Michael Hetzl (Mühldorf), Florian Schneider (Burghausen), und Dr. Tobias Windhorst (Töging). Es entwickelte sich eine kurzweilige und lebhafte Diskussion, bei der die vier Podiumsgäste die Lösungsvorschläge der Schüler aus den Planspielen analysierten, sowie allgemeinere Fragen zu Klima- und Tierschutz, Biodiversität und Naturschutzgebieten, Interessensvertretung auf kommunaler Ebene, zu Investitionen in Bildung, Kultur und Sport, sowie zu den anstehenden Kommunalwahlen beantworteten.