Wärmeverlust um ein Viertel gesenkt

von Redaktion

Bürgermeister Lantenhammer stellt im Gemeinderat Verbrauchsdaten der Gemeinde vor

Schönberg – In der jüngsten Schönberger Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeister Alfred Lantenhammer klar, dass die Fernwärmeversorgung jederzeit gesichert war. Der tatsächliche Wärmebedarf entsprach nahezu exakt der Prognose, zudem konnte der Wärmeverlust deutlich gesenkt werden.

Er gab im Rahmen der jüngsten Schönberger Gemeinderatssitzung die Verbrauchsdaten für Strom bekannt. Eine der Photovoltaikanlagen habe wegen eines defekten Wechselrichters zeitweise nicht funktioniert.

Nahezu eine
Punktlandung hingelegt

Er gab weiter die Daten der Fernwärmeanlage bekannt. Ein Bericht im Mühldorfer Anzeiger vom 19. Dezember 2025 habe zu Irritationen geführt, so Lantenhammer. Die Überschrift „Wärmebedarf höher als erwartet“ habe bei einigen den Eindruck erweckt, als hätte die Gemeinde Probleme, die Wärme bereitzustellen. Dieser Darstellung widersprach der Bürgermeister.

Die Schätzung des Wärmebedarfes für 2025 habe laut Lantenhammer 1259 Megawattstunden betragen. Verkauft wurden 1225 Megawattstunden. „Der Wärmebedarf war also nicht höher als erwartet, sondern genauso hoch wie geschätzt. Die Schätzung war nahezu eine Punktlandung“, stellte Lantenhammer fest.

Der Wärmeverlust sei mit 23 Prozent deutlich niedriger als im Vorjahr. Bürgermeister Lantenhammer lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich das Engagement von Gemeindearbeiter Manfred Reichl-Frommeld, „der sehr wesentlichen Anteil daran hat, dass die Anlage sehr gut läuft“.

Reichl-Frommeld wiederum bestätigte, dass die Anlage in der Spitze 560 Kilowatt benötigt bei Außentemperaturen von -15 Grad Celsius. „Die Wärme konnte problemlos beigebracht werden“, so sein Fazit.

Der Anteil der mit Heizöl produzierten Wärme habe im Jahr 2025 18 Prozent betragen, so Lantenhammer weiter. Damit liege man deutlich unter den erlaubten 25 Prozent. Für eventuelle Notfälle sei ein mobiler Heizcontainer mit einem 180 Kilowatt-Ölbrenner beigestellt worden. Heizöl sei mit 9,6 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2025 die teuerste Wärmequelle gewesen. Es wurde in der Sitzung klargestellt: Bei der Diskussion um einen mobilen Heizcontainer sei es nicht darum gegangen, dass die Wärme nicht reichen würde, sondern vielmehr darum, Heizöl durch eine günstigere und ökologischere Variante mit Hackschnitzel zu ersetzen. Die Kalkulation des Wärmepreises zeige auf, dass die in der Anfangszeit entstandenen Defizite aktuell abgebaut werden können, der Wärmepreis damit stabil bleiben kann. Die Kosten für einen Heizcontainer – plus Zufahrt und Schüttfläche – mit einer Heizleistung von 330 Kilowatt liegen bei circa 200.000 Euro.

Kein dringender
Handlungsbedarf

Ein zusätzlicher Pufferspeicher müsse dann noch ergänzt werden, informierte Lantenhammer den Gemeinderat. Allerdings bestehe kein dringender Handlungsbedarf, weshalb in Ruhe nach einer geeigneten Lösung gesucht werden soll.

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