Gars/Regensburg – Beim Regionalwettbewerb der First Lego League in Regensburg zeigten die Robotics-Teams GarsControl Junior und Senior erneut starke Leistungen. Mit seinem erfolgreichen Abschneiden qualifizierte sich GarsControl Senior für die nächste Wettbewerbsrunde in Heidelberg.
„Drei, zwei, eins – Voi Gars!“ schallte es durch den großen Hörsaal der OTH Regensburg, wenn wieder ein Roboter eines Garser Teams gestartet wurde. Ab diesem Moment blieben exakt zwei Minuten und 30 Sekunden Zeit, um auf einem international standardisierten Spielfeld möglichst viele Aufgaben selbstständig zu lösen.
Seit mehreren
Jahren Stammgäste
Die First Lego League findet in diesem Jahr zum 15. Mal in Regensburg statt. Seit mehreren Jahren sind die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Gars hier Stammgäste. Die beiden Teams sind dabei unterschiedlich zusammengesetzt: GarsControl Senior besteht aus sechs Schülerinnen und Schülern der 9. bis 12. Jahrgangsstufe, während im Junior-Team acht Mitglieder aus den Jahrgangsstufen 6 bis 10 zusammenarbeiten – vier davon zum ersten Mal in diesem Wettbewerb.
Seit September tüfteln sie unter Anleitung ihrer Coaches und Lehrer Marco Grees und Tobias Bauer an den Aufgaben und konstruieren aus Lego Technic-Teilen Roboter und verschiedene Anbauelemente. Programmiert wird in beiden Teams mit Python – „das ist im Vergleich zu der früher verwendeten Block-Sprache Scratch effizienter und genauer“, erklärt ein Teammitglied. Die monatelange Vorbereitung galt nicht nur dem sogenannten RobotGame, dem Herzstück des Wettbewerbs. In mehreren Kategorien messen sich die Garser Gymnasiasten mit den konkurrierenden Teams. Im Bereich „RobotDesign“ bewerten die Juroren, wie ausgefeilt der Roboter konstruiert und programmiert wurde, in der Kategorie „Forschung“ wird ein Problem zum aktuellen Saisonthema „Unearthed“ untersucht. Eine besondere Auszeichnung ist es, die Forschungspräsentation im großen Hörsaal vor allen anderen Teams vorstellen zu dürfen – eine Ehre, die in diesem Jahr gleich beiden Garser Teams zuteilwurde. Das Junior-Team punktete mit einer Präsentation im Stil der Fernsehsendung „Checker Tobi“ und entwickelte eine App zur Vernetzung von Hobbyarchäologen mit Fachleuten.
Das Senior-Team entwickelte ebenfalls eine App, diesmal ging es um die Dokumentation archäologischer Funde mit „Orthofotos“. Beide Teams wurden in zahlreichen verschiedenen Kategorien von der Jury für Pokale nominiert, sodass insgesamt drei Pokale nach Gars gingen: Der begehrte Champion-Pokal für den Gesamtsieg, der Grundwerte-Pokal für besonders gute Teamarbeit und – „last but not least“ – der Pokal für das beste RobotGame.
Mit beeindruckenden 500 von maximal 545 Punkten erreichte das routinierte Senior-Team einen nahezu perfekten Lauf. Und jetzt heißt es, dranbleiben und weiter optimieren: Mit dieser Spitzenleistung qualifizierte sich GarsControl Senior für die nächste Stufe des Wettbewerbs in Heidelberg. Dort trifft man auf die besten Teams anderer Regionalwettbewerbe aus dem süddeutschen Raum und hofft auf die Qualifikation für das Deutschland-Österreich-Schweiz-Finale in Leipzig. Die Schulfamilie in Gars drückt die Daumen! Wer das RobotGame einmal live erleben möchte, kann das beim Informationsabend zum Übertritt an das Gymnasium Gars am 18. März ab 18 Uhr.