Mit 80 noch ein begeisterter Vogelschnitzer

von Redaktion

Josef Petermeier feiert seinen runden Geburtstag – Er war in zahlreichen Ehrenämtern aktiv

Niedertaufkirchen – Josef Petermeier aus Haunertsholzen schnitzt seit über einem Vierteljahrhundert Singvögel kunstvoll aus Holz. Dann malt er sie so naturgetreu an, dass sie von ihren echten Vorbildern nicht zu unterscheiden sind. Jedenfalls ist das die Meinung der Besucher von Neumarkts Hobby-Künstler-Ausstellung, die Josef Petermeier immer wieder mal mit seinen Werken bestückt.

Manchen seiner Werke verleiht er Spitznamen, wie er beispielsweise den lesenden Buchfinken, einen Galgenvogel, den trinkenden Schluckspecht oder einen Lockvogel benennt.

Aus seinem Ortsteil Haunertsholzen in Niedertaufkirchen ist Josef Petermeier nicht wegzudenken. Am 24. Januar 1946 erblickte er dort zusammen mit seiner Zwillingsschwester das Licht er Welt. „Es war damals narrisch kalt.“, weiß er aus Erzählungen. „Und wir beide wurden schon am nächsten Morgen getauft. Das war wohl damals so üblich.“

Die beiden Zwillinge besuchten acht Jahre lang die Volksschule in Niederbergkirchen. Im Anschluss daran erlernte der Sohn der Zimmererfamilie Petermeier das Handwerk des Maurers. Damit verdiente der Josef bis zur Verrentung seinen Lebensunterhalt.

Einige Zeit nach Ableistung des Grundwehrdienstes kam Josef Petermeier auf einer Hochzeit mit Irene zusammen. Man unternahm Manches gemeinsam. Es dauerte aber bis 1972, dass er seine Irene zum Traualtar führen konnte. Man baute sich ein schönes Häuschen im Ortsteil Haunertsholzen. Zwei Kinder, ein Bub und ein Mädel, entsprangen dem glücklichen Bund. Mittlerweile können Oma und Opa sich über vier Enkelkinder freuen.

Viel verreist ist er nicht, sagt Josef. Aber Bayern hat er sich ganz genau angeschaut. Durch alle Regierungsbezirke ist er gefahren. Mit und auch ohne Familie hat er bewundernswerte Gebäude in seiner bayerischen Heimat bestaunt. Am meisten hatten es ihm Kirchen angetan.

Vielleicht auch deshalb war er jahrzehntelang der Meßner des kleinen Nebenkirchleins im Ort. Überhaupt haben ihn die Kirche und das kirchliche Leben sehr berührt. 16 Jahre war er im Pfarrgemeinderat tätig, 18 Jahre gehörte er der Kirchenverwaltung an und er übte auch das Amt des Lektors aus, wenn er gebraucht wurde.

Mit dem Vogelschnitzen fing der Jubilar erst im Rentenalter an. Er kennt seine Vögel ganz genau. Er ist gerne draußen in der Natur und er hat neben allen Ehrenämtern auch die Vögel in den Innauen gezählt. Ehrenamtlich, rund 20 Jahre lang. Auch im Gartenbauverein dauerte seine Mitarbeit im Vorstand weit über 20 Jahre.

Kein Wunder, dass eine große Schlange Gratulanten dem rüstigen Opa an seinem Geburtstag Glück und Gesundheit wünschten. nz

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