Zum 15. Mal „G’sunga und g’spuit“

von Redaktion

Ein Streifzug durch die Musikgeschichte mit der Blasmusik des Musemoasters und Dr. Baumgartner

Neumarkt-St. Veit – W neumarktieder einmal reichten die Stühle im Kulturbahnhof bei Sepp Eibelsgrubers „G’sunga und g’spuit“ nicht aus, um allen Gästen Sitzplätze zu bieten. Manche verfolgten diesen wunderbar musikalischen Sonntagnachmittag tatsächlich „zwischen Tür und Angel“.

Einmarsch der Musiker
ist unvergleichlich

Schon wenn Sepp Eibelgrubers sieben „Blasmusiker und mehr“ zu Beginn in den Saal einmarschieren, ist das ein Genuss für Auge und Ohr. Jeder Musiker ist an sich schon ein Solist, der weitere Instrumente ebenfalls nahezu perfekt beherrscht. Diese „Blasmusik und mehr“ aus Stimmungsliedern, Schlagern, Oldies und dann wieder getragenen Weisen war zudem angereichert mit Erzählungen, Gstanzln und Liedbeiträgen von Kreisheimatpfleger Dr. Reinhard Baumgartner und wunderbaren Gesangsvorträgen der Brüder Samberger. Na, und der Sepp selbst ist als sein eigener Moderator eh nicht zu schlagen. Natürlich überwogen bei den Blasmusikvorträgen die Märsche, Walzer und Polkas. Es wurde dabei viel mitgesungen. Sowohl das Publikum als auch die Musikanten sangen einfach mit zur Musik. Dazu gab es einige neue Textblätter, aber die meisten hatten eh ihre alten Textbüchlein dabei. Die Stimmung im Saal war einfach „pfundig“. Dann spielte der Sepp auch wieder einmal konzertant. Getragene Stücke kamen zum Vortrag, aber auch Flotteres. Darunter seine Eigenkomposition „Bei aller Liebe“, eine Polka, die ihm nach einem herrlichen Konzertabend so eingefallen war.

Schäffler standen
im Mittelpunkt

Wenn der Musemoaster auch gerne Salzburger und Tiroler Lieder oder gar Wiener Schrammelmusik ins Programm aufnimmt, legt er mit dem Kreisheimatpfleger Wert auf bairische Bräuche und Lieder. Dr. Baumgartner kennt die Bräuche, deren Ursprung und auch die Lieder, die daraus entstanden sind. Diesmal erklärte er viel über die Schäffler, aber das „Ansehen“ der Räuber und Gauner in Bayern war ihm schon auch einen Liedbeitrag wert. Die Brüder Thomas und Georg Samberger aus Niederbayern sind eine große Bereicherung im Ensemble. Als vielfache Instrumentalisten verfügen sie auch über hervorragende Gesangsstimmen. Mit ihrem Liedvortrag über Bauernregeln mit Heiligengedenktagen zeigten sie, dass sie auch humoristisch viel auf dem Kasten haben.

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