Wackelnder Hallenbad-Neubau

von Redaktion

Untergrund nicht tragfähig, vom 26. Januar:

Seit über 50 Jahren gibt es nun schon das Mühldorfer Hallenbad. Schon in jungen Jahren kam es immer wieder zu Störungen im Betrieb. Nun soll innerhalb von drei Jahren ein neues und zeitgemäßes Bad aus dem wackligen Boden an der Ahamer Straße gestampft werden. Mittlerweile sind die geschätzten Baukosten auf gut 36 Millionen Euro angestiegen.

Wer weiß, ob das reicht. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man als Stadtwerke vorsteuerabzugsberechtigt ist und man auch diverse Förderprogramme ausschöpft, nur unterm Strich bleiben immer noch sechs Millionen Euro Baukosten übrig.

Man fragt sich hier jedoch, warum man nicht im Vorfeld, weit vor den finalen Planungen, ausreichende Bodenproben genommen hat.

Es dürfte allseits bekannt sein, dass es in den Wintermonaten Bodenfrost geben kann – ist oder war dies den Planern nicht bewusst? Wurden die Mehrkosten zur zusätzlichen Bodenstabilisierung bei nicht ausreichender Tragfähigkeit des Bodens mit eingerechnet? Wahrscheinlich nicht. Somit können sich die Kosten hier ganz schnell nach oben addieren. Auf klare Aussagen zu einem „Plan B“ wird man vergeblich warten, da Transparenz ein Fremdwort für den Rathauschef Hetzl ist. Fakt ist jedoch, dass Mühldorf ein zukunftssicheres Hallenbad braucht; aber nicht um jeden Preis.

Thomas Ziegler

Mühldorf

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