Schwindegg – Ein Antrag des Sportvereins vor dem Gemeinderat für die Anschaffung eines Rasenmähroboters hat eine Diskussion ausgelöst. Dabei ging es um einen Zuschuss seitens der Gemeinde in Höhe von rund 6.000 Euro. Der Mähroboter, den der Sportverein sich ausgesucht hat, kostet rund 41.000 Euro. Die Reparaturkosten des bisherigen Rasenmähers sind unverhältnismäßig angestiegen und aufgrund des Alters des Geräts würden sie wohl weiter steigen. Die Frage, ob ein Aufsitzrasenmäher oder ein Rasenmähroboter angeschafft werden soll, stellte sich. Der Sportverein hat bei seiner Entscheidung Erfahrungen der Sportvereine Dorfen und St.Wolfgang einbezogen. Beide Vereine sind zufrieden mit dem Rasenmähroboter und die Qualität des Rasens hat sich verbessert. Auch werden rund 2.000 Euro Benzinkosten im Jahr eingespart und es muss kein Personal mehr eingesetzt werden. Vor allem der letzte Punkt birgt Diskussionsstoff. Den Zuschuss an sich befürwortete der Gemeinderat. Bürgermeister Roland Kamhuber betonte, die großartige Arbeit und die wichtige Jugendarbeit des Sportvereins. Doch über die Zeiten, wann ein Mähroboter ohne Aufsicht die 15.000 Quadratmeter Sportplatzfläche mähen sollte, wurde diskutiert. Schließlich ginge es auch um den Tierschutz und es gäbe immer wieder schlimm verletzte Tiere, wie zum Beispiel Igel, wenn nachts gemäht wird, auch wenn der Mähroboter mit Objekterkennung ausgestattet ist. Hermann Hager (Grüne) regte an, dass nachts nicht gemäht werden darf.
Der Bürgermeister sagte, ein ähnlicher Impuls sei auch von der Vorstandschaft des Sportvereins gekommen und der Gemeinderat könne das vorschreiben. Erika Lentner (FWG/UWG) fand, die öffentliche Meinung sei hierzu auch nicht zu unterschätzen. Altbürgermeister Dr. Karl Dürner (BLS) wies darauf hin, das Thema habe große Resonanz, es sei kritisch zu betrachten und mit Nachhaltigkeit zu begründen. Bürgermeister Roland Kamhuber merkte an, Leute zu finden, die mit einem Aufsitzmäher in den Zeitslots mähen können, wäre schwierig. Buchbach denke auch über die Anschaffung eines Mähroboters nach. „Wir werden nicht daran vorbeikommen.“ In seinem Beschluss einigte sich der Gemeinderat einstimmig mit 16:0 darauf, den Zuschuss für den Rasenmähroboter zu gewähren, und forderte, dass er nicht in der Nacht laufen soll. sn