Es war wie ein schönes Schauspiel, als die Holzstöcke von 72 Stockschützen über das spiegelglatte Eis glitten. Nachdem es im vorigen Winter witterungsbedingt nicht geklappt hat, konnte diesmal das Pokal-Eisstockschießen des Pfarrverbandes Kraiburg wieder stattfinden. Früher war es bereits eine alljährliche Veranstaltung, die schon vor Jahrzehnten vom damaligen Pfarrer Joseph Hamberger ins Leben gerufen worden sein soll. Die Pfarreien Kraiburg, Taufkirchen, Grünthal, Ensdorf und Frauendorf sowie der Ortsteil Wanklbach duellierten sich seither im winterlichen Stockschießen. Turnusgemäß waren heuer die Kraiburger Eisschützen mit Organisator Jürgen Brückner Ausrichter von diesem freundschaftlichen Wettkampf. Auf dem sogenannten „Olympia-Weiher“ am Ortsrand von Frauendorf bot sich eine gute Gelegenheit, denn der Frost hatte im Schatten der Bäume und Sträucher eine glatte Eisfläche gebildet. Da hier früher schon Wettkämpfe im Weitschießen stattfanden, hat der „Olympia-Weiher“ davon seinen Namen erhalten. Ein Ornament mit den „Olympischen Ringen“ zeugt davon und auch ein „Olympisches Feuer“ wurde entzündet. Dies war den „Wuidschützen“ Ansporn, die sich an drei Bahnen verteilten. Sechs Mannschaften mit jeweils zwölf Stockschützen auf drei Gruppen verteilt lieferten sich spannende Spiele. Für Essen und Trinken der Teilnehmer und Zuschauer war ebenfalls gesorgt. Spannend ging es her in den rund fünf Stunden auf Eis. Die Moare Toni Voglmaier (Ensdorf), Rita Bollner (Frauendorf), Michael Mittermaier (Grünthal), Michael Steinhuber (Taufkirchen), Jürgen Brückner (Kraiburg) und Martin Ehling (Wanklbach) hatten allerhand zu tun beim „Aufzoang“ und oftmals hörte man „hot a obdo oder net“ – also der Schuss. Souverän hatte am Ende Taufkirchen die Nase vorn und holte sich somit den Pfarrverbands-Wanderpokal. Bei den nächsten Plätzen ging es nicht so klar aus, es mussten die Kehren entscheiden. Auf Platz zwei kam Grünthal, Dritter wurde Frauendorf vor Wanklbach, Ausrichter Kraiburg und Ensdorf. Anschließend fand die Siegerehrung im Gasthaus Löw statt. Pfarrer Michael Seifert übergab den von ihm gestifteten Wanderpokal an das Siegerteam, zusammen mit Organisator Jürgen Brückner. Fotos / Text Bachmaier