Ein Stadtplatz voller Narren

von Redaktion

Was Besucher beim Faschingszug in Mühldorf nicht mitbringen dürfen

Mühldorf – Ab 13.30 Uhr werden am kommenden Sonntag die bunt geschmückten Wagen über den von Schaulustigen gesäumten Stadtplatz in Mühldorf ziehen. Wie immer mit dabei ist das Narrenschiff der Inntalia, von dem aus das Prinzenpaar und Bürgermeister Michael Hetzl die Schaulustigen begrüßen. Im Anschluss verbleiben ausgewählte Wagen für das Faschingstreiben auf dem Stadtplatz. Um 18.30 Uhr enden Musik und Getränkeausschank, die Veranstaltung endet um 19 Uhr.

Auch für die Inntalia
ist viel zu tun

Die Mühldorfer Faschingsgesellschaft Inntalia hat als Mitveranstalter der Faschingsgaudi auch einiges zu tun. „Wir helfen der Stadt zum Beispiel mit der Verteilung des Wurfmaterials, wie Popcorn und Guatln an die Teilnehmer“, beschreibt Inntalia-Präsidentin Sandra Zellhuber eine der Aufgaben.

Mitglieder der Inntalia nehmen ab circa 11.30 Uhr bei der Aufstellung des Zuges am Stadtwall und an der Luitpoldallee die Mottowagen unter die Lupe. „Wir schauen nach, ob wirklich kein Glas an Bord ist und keine Heizöfen laufen“, so Zellhuber. Sie prüfen die Unterlagen, damit sich keiner in den Faschingszug schleicht, der nicht ordnungsgemäß angemeldet ist. Und sie sorgen vor Start des Zuges dafür, dass die Treppen der Wagen hochgeklappt sind, damit während der Fahrt keiner hinauf- oder hinunterklettern kann.

Heuer werden 32 Wagen und sieben Fußgruppen mit insgesamt rund 1.500 Teilnehmern im Faschingszug über den Mühldorfer Stadtplatz ziehen. Ins Publikum werden Bonbons, Süßigkeiten und andere leichte Gegenstände, die kein Verletzungsrisiko bergen, geworfen. Die meisten Wagen stammen aus der näheren Umgebung und das Wagen-Motto muss bei der Anmeldung angegeben werden. Vor dem Beginn des Umzugs werden die Wagen an der Sammelstelle unter anderem auf extremistische beziehungsweise demokratiefeindliche Aufschriften überprüft.

Keine „Anscheinswaffen“ und Dosenluftschlangen

„Wenn die Sonne scheint, feiern bis zu 20.000 Menschen bei unserem Faschingszug und -treiben.“ Diese Zahlen nennt Stadtsprecher Werner Kurzlechner auf Anfrage der OVB- Heimatzeitungen. „Vergangenes Jahr lagen wir sicherlich in dieser Größenordnung. Für heuer hoffen wir auf ähnlich gutes Wetter und ähnlich viele Besucher.“

Auswärtigen Besuchern wird empfohlen, außerhalb des Innenstadtgebiets zu parken – etwa am Volksfestplatz.

Sicherheitspersonal wird vor Ort die Einhaltung der Vorgaben der Allgemeinverfügung überprüfen. Kurzlechner: „Wir empfehlen, nur das Nötigste mitzunehmen und auch auf das Mitbringen alkoholischer Getränke zu verzichten. Findet das Sicherheitspersonal unerlaubte Gegenstände oder Getränke, behält es diese ein.“

Beim Mühldorfer Faschingszug dürfen Konfetti und Luftschlangen aus Papier geworfen werden, Dosenluftschlangen sind verboten.

Täuschend echt aussehende Spielzeugrevolver oder -pistolen, wie sie vor wenigen Tagen in Waldkraiburg für Aufregung gesorgt haben, dürfen beim Faschingszug nicht getragen werden. „Solche Gegenstände dürfen generell nicht mitgeführt werden und sind auch explizit in unserer veröffentlichten Allgemeinverfügung zum Faschingszug aufgeführt“, stellt der Stadtsprecher fest. „Die Bestimmungen des Waffenrechts nach Paragraf 42a Absatz 1 Waffengesetz sind hier aus guten Gründen streng.“

Und auch bei der Verkleidung sollte man wissen, was nicht geht: „Kostüme, die nicht von hoheitlichen Dienstuniformen zu unterscheiden sind oder Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zeigen“, sind nicht erlaubt.

Aschermittwoch werden die Geldbeutel gewaschen

Am Aschermittwoch, 11 Uhr, beginnt die Fastenzeit in Mühldorf mit dem Geldbeutelwaschen – mit Getränken, Fisch- und Käsesemmeln, Musik und symbolischer Abdankung des Faschingsprinzenpaares am Brunnen „1727“ gegenüber dem Rathaus. Das rituelle Säubern der Portemonnaies soll glückliche Umstände in Geldangelegenheiten verheißen – zuvorderst für die städtischen Finanzen.

Um 11.11 Uhr gibt das Prinzenpaar Angelika Reichgruber und Markus Simmet den Rathausschlüssel symbolisch an den Bürgermeister zurück, auch für musikalische Untermalung ist gesorgt. Wie im vergangenen Jahr kommen Freibier vom Innbräu und kostenlose alkoholfreie Getränke kühl aus dem Brunnen – solange der Vorrat reicht. Dazu gibt es von Globus gesponserte Fisch- und Käsesemmeln.

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