Nachruf

von Redaktion

Ranoldsberg – Die traurige Nachricht vom Tod von Rosemarie Oberreitmeier machte schnell die Runde. Nach dem Trauergottesdienst in der Pfarrkirche begleiteten zahlreiche Trauergäste die Verstorbene zu ihrer letzten Ruhestätte. Neben Familienangehörigen, Verwandten, Nachbarn und Freunden erwiesen dabei auch die Mitglieder des Schützenvereins „Waldesruh“ Ranoldsberg ihrer langjährigen Herbergswirtin die letzte Ehre.

Rosemarie Oberreitmeier wurde Ende 1950 den Eheleuten Martin und Rosalie Brandhuber in Velden/Vils als jüngstes von fünf Kindern geboren. Zusammen mit ihren Geschwistern wuchs sie in Unterbreitenau bei Wurmsham auf. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete sie als Haushaltshilfe bei Elektro Föckersberger in Pauluszell und anschließend bei der Firma Himolla in Taufkirchen. 1970 heiratete sie den Metzgermeister Eduard Oberreitmeier aus Ranoldsberg.

Aus der glücklichen Ehe gingen die Töchter Karin und Petra sowie Sohn Stefan hervor. Nach der Heirat arbeitete sie dann in der Gaststätte der Familie in Ranoldsberg, wo sie mit Leib und Seele Wirtin wurde. Darüber hinaus baute sie mit ihrem Mann eine Metzgerei auf. Sie verkauften ihre Erzeugnisse mit großer Freude auch auf den Wochenmärkten in Erding, Landshut und Traunreut.

Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2001 führte sie das gemeinsame Geschäft mit großer Tatkraft und Verantwortungsbewusstsein zusammen mit ihrem Sohn Stefan weiter. Bis zuletzt blieb sie dem Betrieb eng verbunden und unterstützte ihren Sohn mit Rat und Einsatz.

Zu ihren schönsten Erlebnissen zählten die gemeinsamen Urlaube mit der Familie. In späteren Jahren erfüllte sie sich zudem einen lang gehegten Wunsch mit Pilgerreisen nach Lourdes, Fatima und Rom. Auch Tagesausflüge bereiteten ihr stets große Freude.

Nach einer schweren Erkrankung im Jahr 2018 bewies sie außergewöhnliche Willenskraft und kämpfte sich über sieben Monate lang zurück ins Leben.

Sie blieb weiterhin aktiv und zuversichtlich und stand bis zu ihrem Tod wieder mitten im Leben. Besonders viel Freude schenkte ihr der Besuch ihrer Familie – vor allem ihrer Enkelkinder und Urenkel, zu denen sie eine sehr enge und liebevolle Beziehung pflegte. eth

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