Mühldorf – Die städtische Mittelschule hat den dritten Platz beim Deutschen Lesepreis 2026 errungen. Dafür gibt es 1.000 Euro Preisgeld. Aus insgesamt 50 Projekten und knapp 400 Bewerbungen in fünf Kategorien hat es die Mittelschule aufs Stockerl in der Kategorie „Herausragende Leseförderung an Schulen“ geschafft.
Leseförderung in
allen Jahrgangsstufen
Der Preis wurde im Humboldt-Carré im Herzen Berlins überreicht. Schauspieler und Lesebotschafter Marc Dumitru würdigte als Laudator die Leistungen der Schulen. Für die Mittelschule nahmen den Preis Rektorin Regina Hornig und Konrektorin Jennifer Steinhuber-Hinterstoisser entgegen. Das gewonnene Geld werde in die Schulkinder reinvestiert, etwa in neue Lektüren oder die großen Anklang findenden Autorenlesungen. Im Wortlaut liest sich die Würdigung der Mittelschule so: „Die Mittelschule Mühldorf verankert Leseförderung in allen Jahrgangsstufen mit verschiedenen Klassenmodellen, Lesetechniken, digitalen Programmen, ihrem Leseclub und dem Einsatz von Schulhunden. Die Schulbibliothek und ein eigenes Modellzimmer mit Leselandschaft schaffen attraktive Zugänge zu Büchern. Besuche in Bücherei, Buchhandlung, Theater und Kino schlagen Brücken zur Lese- und Kulturförderung in die Stadt.“ Neben der Mittelschule waren in der Kategorie fünf Grundschulen, eine Realschule, zwei Gymnasien und eine Montessori-Schule nominiert.
„Das ist ein großartiger Erfolg, auf den unsere Schule und ganz Mühldorf stolz sein können“, freut sich Bürgermeister Michael Hetzl. Der dritte Platz beim Deutschen Lesepreis kommt natürlich nicht von ungefähr, da steckt viel Engagement und harte Arbeit dahinter. Jennifer Steinhuber-Hinterstoisser erklärt: „An der Mittelschule Mühldorf ist Lesen kein Zusatzangebot, sondern fester Bestandteil des pädagogischen Konzepts. Ein Höhepunkt ist das Vorlesen im benachbarten Kindergarten. Viele Fünftklässler starten mit sehr schwachen Leseleistungen. Kinder aus 31 Nationen lernen bei uns, drei von vier Schülern haben eine Zuwanderungsgeschichte. An der Mittelschule erleben dann leistungsschwächere Schulkinder, dass sie im Mittelpunkt stehen dürfen, dass sie die ‚Stars‘ sind. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich – die Förderung ist es ebenso“.
Viele Kinder können
nicht gut lesen
Um die Leseförderung zu stärken, vergeben die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung seit 2013 den Deutschen Lesepreis in den sechs Kategorien individuelles und kommunales Engagement, Sprach- und Leseförderung in Kitas und in Schulen, Leseförderung mit digitalen Medien sowie prominentes Engagement. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und steht unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.