Claudia Jekler: Keine Podiumsdiskussion mit Amtsinhaber Christian Weyrich

von Redaktion

Bürgermeisterkandidatin lehnt dieses Format ab und nennt es Wahlkampf und Zurschaustellung

Aschau – Bei der Bürgerversammlung fragte der ehemalige Zweite Bürgermeister Manfred Römer, ob in Aschau noch eine Podiumsdiskussion der beiden Bewerber auf das Bürgermeisteramt geplant sei. Nicht jeder sei in den sozialen Medien unterwegs, und aus den Wahlprospekten könne man sich nur begrenzt ein Bild machen.

Bürgermeister Christian Weyrich erklärte, er hätte von sich aus keine Podiumsdiskussion angeschoben. Er sei jedoch von einem potenziellen Ausrichter gefragt worden und wäre dabei gewesen. Nach zwei Tagen habe er jedoch die Rückmeldung erhalten, dass die Mitbewerberin nicht dabei sei, da sie sich dem Format der Podiumsdiskussion nicht stellen möchte. Sollte eine solche Diskussion noch zustande kommen, wäre er natürlich dabei und würde sich dieser stellen.

Bürgermeisterkandidatin Claudia Jekler meldete sich daraufhin zu Wort und erklärte, sie wolle keinen Wahlkampf. Sie bewerbe sich bei den Aschauer Bürgern für das Amt, und eine Podiumsdiskussion wäre für sie ein Kampf. Ein weiterer Punkt sei, dass sie keine Zurschaustellung wünsche. Zudem wisse derjenige, der im Amt sei, besser Bescheid über Zahlen und Fakten.

Claudia Jekler sagte, sie „mag auch nicht mit jemandem auf der Bühne stehen, der es mit den Regeln nicht ganz genau nimmt.“ Als Beispiel nannte sie die Plakatverordnung der Gemeinde, in der es hieß, dass vor dem 26. Januar nicht plakatiert werden dürfe. Bürgermeister Weyrich und die CSU sollen hingegen bereits am Abend vorher plakatiert haben. Weyrich habe laut ihren Worten „die Regel aufgestellt“ und „die Regel gebrochen“, und das möge sie einfach nicht.

Auch ohne Podiumsdiskussion sei sie für die Bürger erreichbar, auf Veranstaltungen, im Internet oder wenn man sie persönlich anspreche.

Römer bedauerte, dass das politische Interesse an der Gemeindepolitik angesichts der zahlreichen Teilnahme an der Bürgerversammlung doch vorhanden sei. Vor allem sei es auch eine entscheidende Wahl für die nächsten sechs Jahre.

Seiner Meinung nach sei eine Podiumsdiskussion, die neutral und fair moderiert werde, auch kein Wahlkampf. Jeder habe seine Chance, ohne dass der Bürgermeister seinen Wissensvorsprung in die Waagschale werfen könne.

Dafür habe Jekler eventuell den Frauenbonus. Er würde sich daher nicht scheuen, eine Diskussion mitzumachen. Es gab daraufhin keine weitere Stellungnahme mehr. hpf

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