Zangberg – Der Bürgersaal füllte sich fast vollständig zum politischen Frühschoppen, den die Wählervereinigung Zangberg (WVZ) und die Wählergemeinschaft Zangberg (WGZ) gemeinsam zur Kommunalwahl organisiert hatten. Unter den gut 80 Besuchern begrüßte Bürgermeister Georg Auer (WVZ) alle 24 Kandidaten, die sich bereit erklärt hatten, sich auf den beiden Listen der Wahl in den Gemeinderat zu stellen. Doch bevor er einen kurzen Rückblick über die auslaufende Wahlperiode hielt, hier standen die Sanierungen an Trink- und Abwassernetz mit Kläranlage und die Erweiterung der Kindertagesstätte im Vordergrund, wurde man dem Frühschoppen gerecht, denn freiwillige Helfer hatten ausreichend für Speis und Trank gesorgt. Auch künftig, so der Bürgermeister anschließend weiter, werde man den Pflichtaufgaben noch nachkommen können, während die Spielräume im Bereich der Investitionen immer enger werden.
Kurz ging er auch nochmal auf die Notwendigkeit der vorzeitigen Gründung der neuen WGZ durch geänderte Rechtsnormen ein. So wäre eine, wie 2020 erfolgreiche gemeinsame 24er-Liste der WVZ mit dem Risiko behaftet gewesen, dass beim kurzfristigen Einreichen einer Liste der „GRÜNEN“ oder auch der „LINKEN“ die Kandidaten 13 bis 24 wegfallen würden und dann wohl auch nicht mehr auf einer in aller Eile zu erstellenden neuen Liste kandidieren dürften.
Unter Hinweis auf die im Saal aufliegenden Flyer stellte Auer daher die zwölf Kandidaten der WVZ namentlich vor, die sich jeweils kurz von ihren Plätzen erhoben. Ebenso verfuhr Zweiter Bürgermeister Ingo Fiebiger als Listenführer bei der Vorstellung der Kandidaten der WGZ. In den anschließenden Gesprächen ergaben sich unter anderem Fragen zum Gasthaus in der Ortsmitte, zur Wärmeplanung, zu einer 30er-Zone vor der Schule und zur Ausweisung von Bauland.
Zum Gasthaus berichtete Auer, dass Studierende der TU Karlsruhe Nutzungsoptionen im Rahmen einer Studienarbeit untersuchen und ihre Ergebnisse Mitte April präsentieren werden, die Wärmeplanung wurde durch die VG Oberbergkirchen im Konvoi für die vier Mitgliedsgemeinden an eine externe Firma vergeben und für die 30er-Zone an der Schule fehle es noch an Rechtssicherheit. Die Gemeinde ist natürlich bestrebt, Bauland in Maßen auszuweisen, ist jedoch nicht bereit „um jeden Preis“ zu erwerben, denn schließlich sollen sich junge Familien den daraus resultierenden Quadratmeterpreis auch noch leisten können.
In diesem Zusammenhang wies er auf die neuen Kapazitäten des Aufbaus der Kindertagesstätte hin, für die die Gemeinde eine Menge Geld, er sprach dabei von rund zwei Millionen, in die Hand genommen habe, und deren offizielle Einweihung mit einem Tag der offenen Tür am 25. April stattfindet. hua