Waldkraiburg – Der Waldkraiburger Faschingsumzug ist wieder da: Nach dem sicherheitsbedingten Ausfall im letzten Jahr, wo es „nur“ ein riesiges Faschingstreiben gab, rollte nun wieder ein fröhlicher, lautstarker und beeindruckender Zug durch die Stadt. Sogar das befürchtete schwere Regenwetter blieb aus. Lediglich als der Zug gerade zu Ende ging, setzte erster Nieselregen ein, der später immer stärker wurde. Mit Charme und Witz wurde das Ereignis von Peter Schlesag und Norbert Meindl moderiert, die traditionell „über den Wolken“ von oben alles kommentierten und alle Vereine begrüßten.
Tolles Faschingsfest
für alle Geschmäcker
Honoriert wurde das Ereignis von der riesigen Masse von Besuchern an den Straßenrändern: Besucher und Familien kamen maskiert, in Gruppen und extrem bunt und formten den Zug zu einem tollen Faschingsfest für alle Geschmäcker und natürlich für „Jung und Alt“. Teilgenommen hatten knapp 35 Wägen und Fußgruppen aus nah und fern mit teils riesigen Wagen.
„Wir sind enorm zufrieden, dass so viel los ist und vor allem, dass der Zug heuer auch wieder ist“, freute sich Waldburgia-Hofmarschallin Steffi Huber. Zu den größten Schauwagen zählten heuer vor allem ein hölzernes Piratenschiff aus dem niederbayerischen Gaindorf bei Vilsbiburg und eine Raketenabschussbasis aus St. Wolfgang, wo wie auch bei anderen Gefährten auch hunderte von Arbeitsstunden drin steckten.
Für die Kinder ist der Waldkraiburger Faschingsumzug längst ein echter Magnet geworden, denn Gummibärchen, Schokoriegel, Bonbons, Bälle und diverse Geschenke gab es in Massen – niemand ging am Ende leer aus.
Der Faschingsumzug wurde heuer erstmals nicht von der Waldburgia veranstaltet: Um die perfekte Sicherheit zu gewährleisten, organisierte die Stadt Waldkraiburg das Ereignis, die bisherige Route wurde verkleinert und abgeändert. Dennoch war die Waldburgia der organisierende Verein im Bezug auf Anfragen und Teilnahmen.
Kommunalwahl
macht´s politisch
Natürlich war auch zu sehen, dass die Kommunalwahlen schon bald stattfinden. Die UWG mit „Anführer“ und Bürgermeister Robert Pötzsch war als Kartenspiel mit vielen Trumphkarten mit von der Partie, ebenso die CSU mit Bürgermeisterkandidat Emil Kirchmeier und Landrat Max Heimerl. Die SPD zeigte einen fröhlichen Auftritt mit einem kleinen „Wagerl“, aber roter Stärke mit ihrem Nummer-1-Landratskandidaten Patrick Hüller und dem Slogan „Die roten Leut´wünschen Euch Spaß + Freud“.
Das Faschingstreiben am Volksfestplatz zeigte sich ebenfalls als gute, neue Adresse. Neben teils neuen Verpflegungsständen gab es in bewährter Manier auch wieder das große Barzelt und natürlich das Disco-Zelt mit Kult-DJ Raphi, Licht- und Tonmeister DJ Benny sowie der bewährten Technik von CST Store.
Auffällig war, dass es keine Bühne für die Marschgarde und das Prinzenpaar der Waldburgia gab. So mussten Showtänze auf schottrigen Boden vorgeführt werden, wo auch nur wenige Besucher die Vorführung bemerkten. Auch der einsetzende Regen sorgte für wenig Behaglichkeit und füllte das Disco-Zelt enorm schnell auf. ludwig stuffer