Kunst aus Kastl

von Redaktion

Gernot Sorgner zeigt seine Bilder im Mühldorfer Haberkasten

Mühldorf/Kastl – Gernot Sorgner ist im Landkreis Mühldorf kein unbekannter Künstler, seine Bilder sind vielen Kunstfreunden ein Begriff. Jetzt ist es ihm gelungen, im Haberkasten Mühldorf eine Ausstellung zu präsentieren, die den Titel „Meine Bilder“ trägt. Diese wird mit der Vernissage am Donnerstag, 12. März, um 19 Uhr eröffnet.

Die Begrüßung liegt in den Händen von Stadtrat Dr. Reinhard Wanka, eine Einführung in das Werk des Malers wird Stefan Angstl übernehmen. Er ist Erster Vorsitzender der Künstlergruppe „Die Burg“ und Dritter Bürgermeister der Stadt Burghausen. Musikalisch sorgt Annelies Brandstätter-Arnold, eine Meisterin des Harfenspiels, für einen Genuss.

Einblicke in
das Künstlerheim

Anlass für einen Werkstattbesuch in Sorgners Zuhause in Kastl, wo er mit seiner Ehefrau Dagmar Sorgner-Thienel wohnt und arbeitet. Sie ist ebenfalls Künstlerin und Erste Vorsitzende des Kunstvereins Altötting.

Dass in dem schmucken Haus Künstler wohnen – das merkt man schon, wenn man über die Türschwelle tritt. Es gibt kaum einen Raum, in dem nicht Bilder hängen. Derzeit stehen auch viele schon für den Abtransport nach Mühldorf bereit. Zwei Tage vor der Vernissage hat Gernot Sorgner Zeit, um die Bilder im Haberkasten zu hängen.

Wie er denn zur Kunst gekommen ist? „Ich besuchte das Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz. Dort bestanden Verbindungen in das nahe Selb, eine Stadt, die durch die Porzellanherstellung weltberühmt wurde“, erzählt Sorgner. „Die dortige Firma Rosenthal hatte einen Wettbewerb für ein Werbeplakat ausgeschrieben, den ich gewann. Auch gab es in der Schule eine Theatergruppe, ich bemalte Kulissen und gestaltete Plakate.“

Nach einem Studium für Kunsterziehung und Sport landete Gernot Sorgner in Waldkraiburg, wo er an der Realschule und an der damaligen Hauptschule an der Lisztstraße tätig war. In der Folgezeit leitete er das Pilotprogramm KIS – „Kunst in Schulen“, das in allen acht Hauptschulen des Landkreises durchgeführt wurde. Mit begabten Schülern schuf Gernot Sorgner in jeder Schule ein besonderes, ein bleibendes Kunstprojekt. Mit „KIGS“, Kunst in Grundschulen, wurde dies auch auf sämtliche Grundschulen ausgeweitet. Doch wie entsteht denn nun ein Sorgner-Bild? Gedankengänge, Erlebtes oder Gesehenes werden in einer Skizze, auf einem Foto oder im Gedächtnis festgehalten und sollen in einer künstlerischen Form sichtbar gemacht werden, sei es in einem Acryl- oder Ölbild, in einem Holzschnitt, in einem Aquarell oder in Hinterglasmalerei. Dies sind die Techniken, die Gernot Sorgner am meisten anwendet.

Dieses Sichtbarmachen ist der wesentliche und entscheidende Teil in seinem Kunstschaffen. Sorgner sagt: „Die Farben, die Formen, die Linien und die Techniken spielen bei mir eine wesentliche Rolle. Sie sind die ausschlaggebenden Hinweisgeber im dauernden Spiel zwischen Arbeitsfort- und -rückschritt bis zur inneren Zufriedenheit.“

Ausstellungen und
weitere Informationen

Die vergangene Ausstellung hatte Gernot Sorgner zusammen mit seinem Freund Werner Pink im Atrium in Trostberg; sie hieß „Im Zeichen des Janus“. Ausstellungen in Berlin und Braunau sind in Vorbereitung. Kunst spielt im Leben von Gernot Sorgner eine sehr große Rolle. Ist er einmal nicht künstlerisch unterwegs, so kann man ihn im Fitnessstudio in Neuötting, beim Radeln, beim Laufen oder im Schwimmbad treffen.

Die Ausstellung im Haberkasten läuft vom 13. bis 29. März und ist immer freitags, samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Dabei ist Gernot Sorgner persönlich anwesend. Selbstverständlich kann man ein Bild auch käuflich erwerben.

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