Wasser, Biomüll und Strom

von Redaktion

Gemeinderat beschäftigte sich auf seiner Februar-Sitzung mit Bebauungsplänen und Umweltthemen

Mettenheim – Bürgermeister Josef Eisner berichtete bei der Gemeinderatssitzung über das Ergebnis einer unvermuteten, alljährlichen Kassenprüfung, die am 19. Dezember 2025 stattfand. Dabei konnten weder Differenzen noch Auffälligkeiten festgestellt werden, was für die gewissenhafte Arbeit der Verwaltung spricht.

Die Gemeinderäte wurden über die erneute Vergabe eines wirtschaftlichen und kostengünstigen Stromlieferanten informiert, die ab dem Jahr 2027 läuft. Welche Anbieter am günstigsten sind, will die Gemeinde über den Bayerischen Gemeindetag in Erfahrung bringen, erklärte das Gemeindeoberhaupt.

Die Sitzungsteilnehmer setzten inhaltlich die Diskussion des vorigen Monats fort, in der Themen wie die übervollen Biotonnen während der Weihnachtsfeiertage 2025, schlechte Gerüche und dadurch angelocktes Ungeziefer angeschnitten wurden. Da die bisherige Leerung einmal pro Woche offenbar nicht ausreicht, plädierte der Gemeinderat für eine zweimalige Anfahrt sowie eine zusätzliche Biotonne in der Waldstraße. Außerdem bemängelten die Gemeinderäte in der Aussprache, dass die Einwohner vergleichsweise zu viel Biomüll produzierten.

Im Folgenden erkundigten sich einige Gemeinderäte nach dem vom Bayerischen Landtag Anfang des Jahres beschlossenen „Wassercent“ und dessen Auswirkung auf die Gemeinde. Bürgermeister Josef Eisner bezeichnete Mettenheim als in dieser Beziehung „gut aufgestellt“. Trotzdem führten schadhafte Schieber, Leitungen und Ähnliches noch zu Wasserverlusten und ein auf 13,7 Cent gestiegenes Wasserentnahmegeld, räumte der Kommunalpolitiker ein.

Perspektivisch gesehen, müsse der Wasserverbrauch also dringend gesenkt und wassertechnische Anlagen saniert werden, schlussfolgerte er. In Zukunft gelte es, kostendeckend mit dem Lebensmittel „Wasser“ umzugehen, betonte der seit 2020 als Spitzenfunktionär des Wasserzweckverbandes der Mettenheimer-Gruppe und des Wasserbewirtschaftungsverbandes Inn-Niederterrasse agierende Bürgermeister.

Die Gemeinderäte fassten einstimmig den Abwägungs- und Satzungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes „Gumattenkirchen“. Beim Tagesordnungspunkt ging es um den Aufstellungsbeschluss und die Außenbereichssatzung „Breitenloh“, die beide mit 15:0-Stimmen genehmigt wurden. Im Verlauf der Beratung beschlossen die Gemeinderäte ohne Gegenstimme die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange zur Teiländerung am Bebauungsplan „Solarpark Mettenheim-Hart“.

Anerkennend äußerten sich einige Mitglieder des Gemeinderates zu den aufgestellten Plakatwänden zur Kommunalwahl. Sie erfüllten ihren Zweck und dienten der Bevölkerung als zusätzliche Informationsquelle. Bürgermeister Josef Eisner dankte den Vereinen und Gruppierungen für ihre disziplinierte Wahlwerbung auf den nachhaltig nutzbaren Holzwänden.

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