Bürgermeisterkandidaten stellen sich, vom 6. Februar.
Die Kandidaten für das Bürgermeisteramt tun sich schwer, die Vorteile und Chancen von Waldkraiburg herauszuarbeiten. Entweder lähmt der Gedanke an das fehlende Geld, oder es kommen nur konservative Allgemeinplätze wie, „wir brauchen mehr Sicherheit“.
Dabei kann Waldkraiburg viel mehr: Der grüne Ring und der schöne Stadtpark sind innerstädtische Oasen, die gut zu erreichen sind und um die uns andere Orte beneiden. Wir haben eine regenerative und unabhängige Fernwärmeversorgung. Die Geothermie gilt als eine der erfolgreichsten und effizientesten Projekte dieser Art in ganz Bayern.
Waldkraiburg schreibt multikulturelle Erfolgsgeschichten: Lasst uns stolz sein; auf Menschen aus über 100 Nationen, die hier friedlich zusammenleben. Sie tragen die hiesige Industrie und das Gewerbe zum großen Teil. Völkerverständigung ist ein altmodisches Wort, aber es führt zu mehr Verständnis und zu einem friedlichen Miteinander. Voneinander lernen und miteinander leben und arbeiten; anstelle von Angstmacherei und Hetze gegen Geflüchtete.
Große Teile der Waldkraiburger Bevölkerung waren vor gar nicht allzu langer Zeit selbst Geflüchtete. Diese Geschichten sollten nicht vergessen, sondern erzählt werden. Das Geld ist überall knapp. In Zukunft werden wir wohl öfter Spenden sammeln und selbst Hand anlegen müssen, um uns kleine Träume zu erfüllen.
Ein gutes Beispiel dafür ist das alte Betonwasserbecken im Stadtpark, das im Frühling zum ersten Mal seit Jahrzehnten – dank einer Initiative des Bund Naturschutz – in frischem Grün und Bunt erstrahlen wird. Mehr Mut bitte!
Bettina Rolle
Waldkraiburg