Dialekt ist ehrlich und authentisch

von Redaktion

Tag der Muttersprache Dialekt fördern? Forscher und Bürger sind sich einig

Mühldorf – Heute ist internationaler Tag der Muttersprache, und Gelehrte wissen es längst: Wer mit dem Sprechen von Dialekt aufwächst, wächst zweisprachig auf. Das gilt für sämtliche Dialekte. Doch wie sehen es die Mühldorfer? Sprechen sie Dialekt oder lieber Hochdeutsch?

Elke und Richard Benning aus Tacherting: „Wir sprechen beide Dialekt, aber unsere Enkelkinder nicht mehr so intensiv. Ein Dialekt ist grundsätzlich ehrlich und authentisch, und dabei kommt es nicht darauf an, um welche Sprache es sich handelt.“

Marille Bernhart aus Mühldorf: „Unser bairischer Dialekt gehört zur hiesigen Region und zu den Menschen. Ich finde Dialekt wichtig, und ich spreche ihn auch. Der Dialekt darf nicht vergessen werden, sonst ist er eines Tages verschwunden.“

Anna Rippenbeck aus Pleiskirchen: „Leider spreche ich keinen Dialekt, das wurde mir in meiner Grundschulzeit am Ammersee abgewöhnt. Ich verstehe das Bairische gut, mir gefällt diese Mundart. Meine Kinder sprechen Hochdeutsch wie ich.“

Laura Weigand aus Neumarkt-St. Veit: „Dialekte sollen auf alle Fälle weitergetragen und gelebt werden. In Kindergärten ist es jedoch besser, Hochdeutsch zu sprechen, damit sich Kinder aus anderen Kulturen nicht ausgegrenzt fühlen.“

Johannes Rauch aus Mühldorf: „Mundart zu sprechen, bedeutet für mich Heimatverbundenheit. Dialekte sind sehr interessant, denn sie können sogar schon innerhalb eines Landkreises ein bisschen unterschiedlich sein.“ Fotos / Text Huckemeyer

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