Mühldorf – Im Restaurant Bastei fand die Jahresversammlung der Feuerwehr Altmühldorf statt. Der Vorsitzende Stefan Lasner blickte auf das abgelaufene Jahr zurück und nannte unter anderem die Christbaumsammelaktion, das Starkbierfest oder das Sommerfest, bei dem alle Altmühldorfer Vereine zusammenarbeiteten. Zudem habe man sich an allen kirchlichen Veranstaltungen beteiligt. „Die Feuerwehr Altmühldorf zählt momentan 187 Mitglieder. Wir verfügen über 40 Aktive, zwei davon sind weiblich. Unter den 16 Ehrenmitgliedern ist auch eine Dame. Neun Jugendliche und zwölf Passive sind ebenfalls bei uns und mein besonderer Dank geht an die 110 Fördermitglieder.“
Kommandant Thomas Mertl berichtete: „Bei 54 Einsätzen haben wir über 600 Arbeitsstunden geleistet. Besonders intensiv waren die Mitarbeit bei einem Bombenfund am Bahnhof und ein Brand in der Altstadt. Wir bekamen ein neues Notstromaggregat. Alle Aktiven beteiligten sich fleißig an Weiterbildungen und am Erwerb von Leistungsabzeichen.“ Die Jugendlichen lobte Mertl sehr, sie üben alle 14 Tage, neue Mitglieder sind jederzeit willkommen. Auch nahm der Nachwuchs an Leistungsprüfungen und am Wissenstest teil.
Neu aufgenommen wurde Sophie Lasner, in den aktiven Dienst trat Emily Kühn ein.
Thomas Dresl trug den Kassenbericht vor, bei dem ein Plus von 2.800 Euro zu verkünden war. Hermann Schmid, der zusammen mit Arnold Hein die Kasse geprüft hatte, bescheinigte dem Kassenwart eine einwandfreie Führung seiner Kasse. Pastoralreferentin Claudia Stadler lobte die ständige Präsenz und das Miteinander bei der Feuerwehr. „Wenn es zu helfen gibt, schaut Ihr nicht weg, sondern seid da.“ Der Landtagsabgeordnete Sascha Schnürer würdigte die vielen geleisteten Dienste und gratulierte allen, die befördert oder geehrt wurden. Bürgermeister Michael Hetzl erläuterte, dass die Stadt alle drei Wehren unterstütze, wo es nur geht. Als Beispiel nannte er die neuen Uniformen und das Notstromaggregat für die Feuerwehr Altmühldorf. Feuerwehrreferent Ulrich Niederschweiberer erinnerte in seinem Grußwort an die sogenannten „Red Farmers“. Die Idee muss mit Leben erfüllt werden. Die „Roten Bauern“, das sind Landwirte, die bei Feldbränden, aber auch bei Waldbränden und anderen Feuern mit ihren Maschinen die Feuerwehr unterstützen: Mit Grubbern können die Landwirte um die Brandherde herum Schneisen ziehen und mit ihren Traktoren und Güllefässern große Mengen von Löschwasser auch in unwegsames Gebiet bringen. „Wir Bauern unterstützen die Feuerwehren mit Maschinen, die wir am Hof haben: geländegängige Fahrzeuge wie Bulldogs oder Frontlader zum Beispiel. Lasst Euch bei der Feuerwehr registrieren und macht mit. Mit diesem Projekt sparen wir dem Landkreis und den Kommunen Geld“, forderte er seine Landwirtskollegen auf. Ilse Preisinger-Sontag wünschte viele Übungen und wenig Einsätze und ergänzte: „Ich danke Euch, dass Ihr immer da seid, wenn etwas sein sollte, das ist ein gutes Gefühl.“ Kreisbrandrat Harald Lechertshuber erläuterte: „Ich möchte betonen, dass sich 40 Jahre aktiver Dienst in der Feuerwehr und 40 Jahre im Fußballverein unterscheiden: Bei der Feuerwehr muss ich aufstehen und etwas Unangenehmes tun, Fußballspielen macht Spaß. Sehe ich Eure Zahlen, dann weiß ich, dass Ihr auf dem richtigen Weg seid. Nach zwölf Jahren als Kreisbrandrat gebe ich mein Amt ab, werde aber weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen.“ Landrat Max Heimerl erinnerte daran: „Unser Thema ist derzeit, was es heißt, wenn die Sicherheit nicht mehr automatisch gegeben ist. Damit ist jetzt nicht unbedingt der russische Aggressor Putin gemeint, sondern ich beziehe mich auf den linksterroristischen Anschlag in Berlin, bei dem Zehntausende Menschen mehrere Tage auf ihren Strom verzichten mussten. Auch Naturkatastrophen wie Überschwemmungen sind hier gemeint.“
Die zivile Verteidigung spiele jetzt wieder eine Rolle, im Landratsamt werde jetzt ein ‚Alarmkalenderbeauftragter‘ installiert. Es werden Einsatzszenarien vorbereitet, zum Beispiel wird es SOS-Punkte geben, an denen die Bevölkerung im Notfall Unterstützung bekommt. Heimerl informierte, dass am 24. Oktober eine große Übung im Landkreis stattfinden werde.hra