Stefanskirchen – Bei der Jahresversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft fand Dritter Landrat Richard Fischer klare Worte: Man muss den Kriegstreibern entgegenwirken und Meilensteine setzen, damit Konflikte mit Demokratie gelöst werden. „Eure ehrenamtliche Tätigkeit ist ein wesentlicher Beitrag, der zeigt, dass die Gesellschaft funktionieren kann.“
Soldatenfriedhöfe
dienen als Mahnung
Kommissarischer Kreisvorsitzender Georg Huber, bedankte sich für die vielen Aktivitäten: „Ihr lebt Dorfgemeinschaft vor“. Lobend erwähnte Huber, dass die KSK Soldatenfriedhöfe in der Gegend besucht werden. „Sie sollen aufmerksam machen, dass auch bei uns massiv die Menschenrechte missachtet wurden“, so Huber. Die Sammlungen zugunsten der Kriegsgräber seien weiterhin wichtig und notwendig, damit die Friedhöfe auch erhalten werden und weiter an das Geschehene erinnern können.
Bürgermeister Josef Grundner fand lobende Worte für die KSK. Während bei anderen der Mitgliederstand nach unten gehe, gibt es hier immer Neuaufnahmen. Er erinnerte auch daran, dass Kriege immer mehr werden. Dabei bereitet ihm die kommende Wehrpflicht Sorgen. „Der Gedanke, dass man die Jugend an die Waffe schickt, ist kein schöner. Vielleicht kommt doch noch ein Umdenken“, hofft Josef Grundner. In seinem Rückblick konnte Vorsitzender Anton Gatterhuber auf eine lange Liste an Veranstaltungen zurückblicken. Für dieses Jahr gebe es Neuerungen im Terminkalender der KSK. Statt der jährlichen Silvesterparty wird nun eine Sonnwendfeier veranstaltet werden. Kassier Michael Fischer konnte von einem guten Plus in der Kasse berichten. Aber es gab auch Ausgaben von über 3.178 Euro.
Christoph Bichlmaier übernahm die Siegerehrung zum Kreispokalschießen und der damit verbundenen Vereinsmeisterschaft. Die drei besten Schützen waren Johannes Hartinger, Max Nickbauer und Martin Höpfinger. Auch beim nächsten Kreispokalschießen am 3. Oktober werde wieder die Vereinsmeisterschaft durchgeführt. Dazu machte er jetzt bereits Werbung. „Es können sich alle beteiligen, vor allem aber auch die Jugend“. Vorgestellt wurde von Bichlmaier auch das Ausflugsprogramm der KSK Stefanskirchen. Zum Tag der Bundeswehr sei eine Fahrt in die Major-Radloff-Kaserne nach Weiden geplant. Weiter steht ein Besuch des KZ-Außenlagers im Mühldorfer Hart auf dem Plan. Viele wissen zwar, dass es das gibt, aber wenige, was hier überhaupt geschehen ist.
Ausflüge sollen auch
die Jugend ansprechen
Mit diesen Ausflügen will der Verein besonders die Jugend ansprechen, die vielleicht bis heute nicht mit der Bundeswehr oder der KZ-Gedenkstätte in Berührung gekommen ist. Irmgard Wagner, Organisatorin der Kriegsgräberfahrten für den Kreisverband, stellte die beiden Ausflüge vor. Für die Frühjahrsfahrt gibt es bereits eine Warteliste. Auch die geplante Herbstfahrt ins Elsass zeuge bereits von guter Resonanz.
Zum Abschluss standen Ehrungen auf der Tagesordnung. Die Vereinsnadel in Bronze wurde für 20 Jahre Mitgliedschaft an Andreas Bichlmaier und Christoph Bichlmaier, verliehen. Die Nadel in Silber gab es für 35 Jahre Mitgliedschaft. Sie bekamen Thomas Nicklbauer Felix Steinberger und Franz Stettner.