Vandalismus in Kraiburg

von Redaktion

Bürgermeisterin verärgert über Zerstörung und fordert Konsequenzen

Kraiburg – Knapp oberhalb des Wurzelballens abgeknickt, anschließend auf dem Hartplatz der Grundschule weggeworfen: Bereits im November haben Unbekannte am Kraiburger Pumptrack zwei junge, neu gepflanzte Bäume herausgerissen. Die Stämme waren schon fast vier Meter hoch. Was Bürgermeisterin Petra Jackl von solchen Aktionen hält, dafür fand sie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats klare Worte.

„Diese Zerstörungswut ist unglaublich“, schimpfte sie. Vandalismus sei – wie vermutlich in vielen anderen Kommunen – grundsätzlich ein Thema. Gerade am Pumptrack und rund um das Schulgelände komme es immer wieder zu Beschädigungen. „Aber so wie es gerade ist, ist es heftig.“ Die beiden Bäume seien erst vor einiger Zeit gepflanzt worden. Es dauere Jahre, bis sie eine solche Größe erreichen, betonte Jackl auf Nachfrage. Jeder der Bäume habe rund 400 Euro gekostet. Der finanzielle Schaden ist aber nicht das Einzige, was sie daran so ärgert. „Es ist eine Frechheit“, sagt sie mit Blick auf die mutwillige Zerstörung. Nicht nur am Pumptrack waren Vandalen aktiv. Auch am Schlossberg richteten Unbekannte erst kürzlich den nächsten Schaden an. Dort wurde ein junger Baum unterhalb der Krone mit einer Eisenstange oder einem ähnlichen Gegenstand zerstört. Zudem rissen die Täter einen Mülleimer samt Betonsockel aus dem Boden und warfen ihn den Hang hinunter. Auf demselben Hang landeten auch zwei schwere Bänke.

Angesichts des Ausmaßes der Verwüstungen geht Petra Jackl davon aus, dass mehrere Personen beteiligt gewesen sein müssen. Ob es am Pumptrack und am Schlossberg aber die Gleichen waren, ist jedoch unklar. „Dass etwas mutwillig zerstört wird, da fehlen mir die Worte. Das muss doch nicht sein.“

Weil es gerade rund um das Schulgelände und den Pumptrack immer wieder zu Zerstörungen kommt, prüft die Gemeinde jetzt mögliche Konsequenzen. „Wir diskutieren aktuell, ob wir dort eine Videoüberwachung einführen sollen“, erklärt Petra Jackl. Derzeit werde abgeklärt, welche rechtlichen Möglichkeiten es dafür gebe. Raphaela Lohmann

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