Gemeinde plant neues Gewerbegebiet

von Redaktion

Rund 1,5 Hektar nördlich der A94 stehen für Unternehmen ab 2028 zur Verfügung

Heldenstein – Nach dem Verkauf der letzten Gewerbegrundstücke sichert die Gemeinde Heldenstein die Zukunft des Wirtschaftsstandorts. Nördlich der A94 soll ein neues Gewerbegebiet entstehen, um der großen Nachfrage von Unternehmen auch künftig gerecht zu werden.

Die Gemeinde Heldenstein als Gewerbestandort ist aktuell ausverkauft. Nun reagiert die Gemeinde: Auf einer rund 1,5 Hektar großen Fläche westlich der Kläranlage will sie entlang der Kreisstraße MÜ40 ein neues Gewerbegebiet entwickeln. „Es ist ein wichtiges Signal nach draußen“, ist Bürgermeisterin Antonia Hansmeier (CSU) überzeugt.

Wirtschaftliche
Entwicklung steuern

Mit dem Erwerb des Grundstücks hat die Gemeinde die Grundlage geschaffen, die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort gezielt zu steuern und langfristig zu sichern. Denn aktuell stehen keine freien Gewerbegrundstücke mehr zur Verfügung. Allein in den vergangenen beiden Jahren wurden rund 37.500 Quadratmeter an Unternehmen aus Heldenstein und der näheren Umgebung verkauft. Die Nachfrage hält aber weiterhin an, was zeigt: Der Wirtschaftsstandort nahe der Autobahn ist gefragt. „Erst beim Neujahrsempfang hat sich gezeigt, dass Unternehmen erweitern wollen, es am aktuellen Standort aber nicht möglich ist“, erklärt Antonia Hansmeier auf Nachfrage.

Das geplante Gewerbegebiet in der Nähe der Auffahrt zur A94 eröffnet auch eine städteplanerische Chance. „Der Ortskern würde vorrangig als Wohngebiet dienen, in dem wir die dörfliche Struktur bewahren können. Nördlich der Autobahn bietet sich ein reines Gewerbegebiet an“, sagt Hansmeier.

Ziel ist es, sowohl Neuansiedlungen zu ermöglichen als auch ortsansässigen Betrieben Perspektiven für Wachstum zu bieten – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.

Die Lage nahe der A94 macht den Standort verkehrsgünstig und interessant für Unternehmen. Schnelle Anbindungen an die Metropolregion München, vorhandene Infrastruktur und der fortschreitende Glasfaserausbau im Gemeindegebiet sind weitere Pluspunkte. Der Standort erfüllt zugleich das geforderte Anbindegebot. „Wir planen nicht in der Prärie“, sagt Hansmeier.

Auch Unternehmen, die an ihrem bisherigen Standort keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr haben, erhalten so eine konkrete Perspektive, dem Standort Heldenstein treu zu bleiben.

Vergabe ab Frühjahr
2028 geplant

Nach aktuellem Planungsstand soll die Vergabe der ersten Grundstücke im Frühjahr 2028 beginnen. Bis dahin will die Gemeinde alle planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen, um eine geordnete und nachhaltige Entwicklung sicherzustellen.

Der Aufstellungsbeschluss für das neue Gewerbegebiet fiel einstimmig im Gemeinderat. Damit signalisiert Heldenstein, dass sie aktiv in die wirtschaftliche Zukunft der Gemeinde investiert und Raum für neue Betriebe und Arbeitsplätze schaffen will.

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