Kraiburg – Ein Kraiburger Bürger will sich mit provisorischen Reparaturen in der Carl-Riedl-Straße nicht länger zufriedengeben. Bevor die Straße saniert werden kann, muss jedoch erst der Haushalt der Gemeinde stehen.
Seit Jahren wird geflickt, doch die Schlaglöcher in der Carl-Riedl-Straße kommen immer wieder. Neben dem Granitpflaster am Straßenrand klafft ein Loch, ein paar Meter weiter in der Fahrbahnmitte folgen die nächsten Schäden. Das Bild wiederholt sich – mal mehr, mal weniger groß.
Zahlen müssen
auf den Tisch
Nach Ansicht eines Bürgers soll damit Schluss sein. Er hat bei der Gemeinde beantragt, zumindest einen Teil der Straße grundlegend zu sanieren.
Dass dort Handlungsbedarf besteht, ist auch im Rathaus unstrittig. In der Vergangenheit wurden Schäden dort immer wieder punktuell ausgebessert. Eine Praxis, die aber nach Ansicht des Bürgers nicht zielführend sei, wie er in seinem Antrag schreibt. Statt weiterer kleinteiliger Reparaturen schlägt er vor, die ersten 15 bis 20 Meter der Straße bis zum Dreizeiler neu zu asphaltieren.
Damit greift er eine Maßnahme auf, welche die Gemeinde schon voriges Jahr im Investitionsplan des Haushalts berücksichtigt hat. Ob eine Sanierung jedoch noch in diesem Jahr umgesetzt werden kann, ist unklar. Denn die Kosten für eine Straßensanierung müssen mit den übrigen Ausgaben der Gemeinde in Einklang gebracht werden.
„Wir sollten eine Prioritätenliste aufstellen und im Anschluss beschließen, welche Maßnahmen umgesetzt werden“, schlug Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU) vor. Dafür müssen aber erst einmal Zahlen auf den Tisch: Der Haushalt soll Klarheit über die finanziellen Spielräume der Gemeinde bringen. „Dann wissen wir, wie viel Geld zur Verfügung steht“, sagte Jackl. Die Bürgermeisterin geht davon aus, dass bis April der Haushalt verabschiedet werden könnte. Die Entscheidung über die Priorisierung sollte deshalb auf die Haushaltsberatungen verschoben werden. Prinzipiell hielt sie den Vorschlag des Bürgers für gut, in einem ersten Schritt nur die ersten 15 bis 20 Meter zu asphaltieren.
Antrag ist auf jeden
Fall „berechtigt“
Über den Zustand der Carl-Riedl-Straße herrschte Einigkeit im Gremium. „Die Straße schaut furchtbar aus. Wir sind hier ständig am Ausbessern“, sagte Gerhard Preintner (UWG). Besonders anfällige Stellen sollten dauerhaft instand gesetzt werden. Für Werner Schreiber (SPD) ist der Antrag auf jeden Fall „berechtigt“. „Die Straße schaut verboten aus und sollte auf die Prioritätenliste gesetzt werden.“
Am Ende folgte das Gremium einstimmig dem Vorschlag, die Sanierung des ersten Abschnitts grundsätzlich weiterzuverfolgen und auf Grundlage einer Straßenprioritätenliste über die konkrete Umsetzung zu entscheiden.