Niederbergkirchen – Da inzwischen vom Imkerverein Rohrbach-Töging die meisten Mitglieder aus Niederbergkirchen kommen, trafen sie sich zur Jahresversammlung im Gasthaus Schützenwirt. Der stellvertretende Vorsitzende Andreas Heizinger vertrat die verhinderte Vorsitzende Michaela Schiller und stellte die Referentin des Abends, die Bienensachverständige Margot Erber, kurz vor. Das Thema ihres interessanten und lehrreichen Vortrags lautete „Bienenbestäubung in der Landwirtschaft“. Dabei machte sie eindrücklich deutlich, dass der Schwund an Insekten nicht nur an den sauberen Autoscheiben im Sommer zu erkennen sei, sondern dass eine über 27 Jahre durchgeführte Untersuchung in Westdeutschland innerhalb von rund drei Jahrzehnten einen Schwund der Insektenmasse von 75 Prozent festgestellt habe. Das sei größtenteils auf intensive Landbewirtschaftung, Monokulturen etwa mit Mais und den Einsatz von Insektiziden sowie dem Mangel an artenreichen Blumenwiesen zurückzuführen.
Durch den Schwund von Bienen und anderen Bestäubern wie Hummeln, Wespen, Schwebfliegen oder Fledermäusen sei etwa bei Raps ein Absinken der Erträge festzustellen. Würden Bienen fehlen, müsste Bestäubung, wie jetzt schon bei bestimmten Obstsorten in China, per Menschenhand erfolgen.
Im Anschluss an den Vortrag trug Albert Bichlmeier den Kassenbericht vor, der einen Überschuss von rund 250 Euro aufwies und einen Kontostand im höheren vierstelligen Bereich. Die höchsten Ausgaben waren an Verbände zu entrichten, während die Ausgaben für Varroamittel von den Mitgliedern selbst getragen werden.
Zum Abschluss der Versammlung lud Andreas Heizinger zu den regelmäßig stattfindenden Stammtischen ein, erinnerte an die Bestellung der Varroamittel und wünschte ein ertragreiches Honigjahr. bic