Ampfing – Bei der Jagdversammlung gab Vorsitzender Rupert Preintner an, dass das Jahr 2025 wieder ein ruhiges und zufriedenstellendes Jahr für die Jagdgenossenschaft war. Zur Wildverbissaufnahme gab er an, dass im Jagdrevier West Fichte, Kiefer und Edellaubholz gut als Naturverjüngung ohne Schutzzaun aufwachsen können. Bei Eiche und Vogelbeere sei der Verbiss etwas zu hoch. Dazu gab es die Empfehlung vom Forstamt: Wegen des geringen Waldflächenanteils ist es ausreichend, die Abschusszahlen beizubehalten. Im Jagdrevier Ampfing Ost können Fichte, Kiefer, Sandbirke im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen aufwachsen. Bei Eiche, Douglasie und Edellaubbäumen sei der Verbiss zu hoch. Hier empfahl das Forstamt, dass der Rehwildabschuss zu erhöhen ist.
Abgestimmt wurde bei der Versammlung über die Verwendung des Jagdpachtschillings. Heuer wird der Jagdpachtschilling ausbezahlt. Die Auszahlung findet im April und Mai in der Gemeindekasse im Rathaus statt. Ebenfalls einstimmig wurde abgestimmt, eine Spende von 150 Euro den Dorfhelferinnen zukommen zu lassen. Aus einem Auszug des Bayerischen Jagdgesetzes ging Rupert Preinter auf die Möglichkeit zur Abschussplanfreiheit beim Rehwildplan ein. Dazu braucht er den Beschluss der Jagdgenossenschaft, die Durchführung eines jährlichen Waldbegangs und die Einigung der Jagdgenossenschaft und Verpächter. Ziel dieser neuen Regelung, so Preinter, ist es mehr Eigenverantwortung vor Ort zu ermöglichen und passgenaue jagdliche Lösungen unbürokratisch zu erledigen.
Dass Jagd mehr als nur Jagen ist, zeigte sich bei den anschließenden Berichten der beiden Jagdpächter. Pächter Josef Huber gab an, dass man auf den Verbiss reagiert habe und er sich bereits gut verbessert hat. Auch wurde der Abschussplan erfüllt. Die Jagd verlege sich wieder mehr in den Wald. Zur Krähe konnte Huber sagen: „Es ist sehr schwer, die Krähen zu jagen. Während früher die Saatkrähen und Rabenkrähen getrennt auftraten, trifft man sie jetzt gut gemischt an. Da die Saatkrähe als Singvogel eingestuft ist, darf man sie nicht jagen und so ist es schwer, gegen die ungeschützte Rabenkrähe gezielt vorzugehen.
Auch Jäger Josef Preinter gab an, den Abschussplan erfüllt zu haben. Preinter stellte fest, dass sich die Saatkrähe vermehre, der Bestand der Rabenkrähen zurückgehe. Beim Start der Mähsaison, so Josef Preinter sollen sich die Landwirte bei ihm melden. Die Jäger und Helfer gehen dann die Wiese durch, um die abgelegten Kitze herauszuholen. Aufgestellt wird dazu ein Akustiksignal, das in losen Abständen immer wieder Töne abgibt und so der Geiß ermöglicht ihr Kitz in Sicherheit zu bringen. Ebenfalls kommt bei Bedarf eine Drohne zum Einsatz.
Bürgermeister Josef Grundner lobte das harmonische Miteinander der beiden Jagdpächter und die gute Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft, trotz der Probleme, die oftmals im Revier auftreten. Zum Thema „Krähe“ gab Grundner an, dass derzeit in der Politik verschiedene Varianten zur Bekämpfung der Krähen geprüft werden. stn