Lacher und Applaus beim Starkbierfest

von Redaktion

Hamberger Feierwehrkapelle ein Höhepunkt – Sepp Bettstetter derbleckt die Lokalpolitik

Ampfing – Volles Haus, süffiges Innbräu-Bier, leckeres Essen, sauguade Musik und eine gehörige Portion Geselligkeit – so präsentierte sich das Starkbierfest der Ampfinger Blasmusik mit den „Isentaler Ampfing“. Dirigent Armin Werner legte gleich nach der Begrüßung so richtig los: Flotte Weisen, Märsche, Soli und auch Lieder zum Mitsingen heizten die Halle an. Auch Trinksprüche für eine gespendete Runde Schnaps an die Musiker, zeigten Wirkung. Eine eigens gestaltete „Klatsche“ sorgte dafür, dass das Publikum sauber auf den Tisch hauen konnte.

Mario Wölfl, Sprecher der Ampfinger Blasmusik, versprach gleich zu Beginn: „Heute gibt es ein vollständiges Fitnessprogramm, das aus Armstemmen und Bierkrugheben besteht.“ Aber der Höhepunkt war der mit Spannung erwartete Auftritt der Hamberger Feierwehrkapelle mit Kommandant Sepp Bettstetter.

Kommandant Bettstetter
hat gut aufgepasst

„In Ampfings Gemeinderat gibt es nur traurige Gesichter, jede Menge Schwachstromlichter“, so Sepp Bettstetter zu Beginn. Doch die schlechten Tage seien gezählt, er wüsste nicht, wer so was noch mal wählt. Ratlos zeigten sich seine Mitmusikanten – dann die Erkenntnis: „Das Manuskript ist verkehrt. Des hätt für moing für Polling gherd.“ Sich selber auf die Schippe nehmen – heute schleppte sich hierher, das Gut Aiderbichl der Feuerwehr. Mit dem Hinweis, dass die heutige Veranstaltung Wahlwerbung enthält, bedankte sich die Kapelle schon im Voraus für die großzügigen Spenden. „Mit Ampfing geht es voran“ – „Wenn der Bürgermeister so was spricht, ist meistens die Kommunalwahl in Sicht“, so Bettstetter.

Kein Gegenkandidat für Bürgermeister Josef Grundner – drum wird der Bürgermeister in Ampfing nur bestätigt. Wären es mehr, brächte das nur Verwirrung für den Wähler.

Landrat Max Heimerls derzeit schlechte Zeiten wurden angesprochen. Egal wie man es dreht und wendet, das Geld fehlt an allen Enden. Mit dem Landkreiswerk hatte er die zündende Idee: „Profit durch Energie.“ Doch der Gegenwind aus der Bevölkerung ist enorm, da kam der Wink von den Hambergern: Sollten zum Schluss bei der Wahl Stimmen fehlen: „Mir san mit unserer Stimme käuflich und im Anschluss für Verhandlungen bereit.“

Versprochen wurde: Um das Programm nicht mit Wahlwerbung zu zerhacken, werden alle Parteien in einen Werbeblog gepackt.

Viele weitere Themen waren der Frotzelei der Kapelle ausgeliefert. Ob Renovierung des Rathauses, Ampfing am grünen Ententeich der ist sehr ungezieferreich, Baislgelände, Heilige Drei Könige, Tipps für den besten Besuch am Ampfinger Adventszauber oder auch die geplante Auferstehung der Ampfinger Wirtshauskultur – es wurde mit Jubel begrüßt.

Warum heuer das Starkbierfest am Freitag stattfindet, habe einen Grund, so Kommandant Bettstetter: „Der Pfarrer hat sich beschwert, dass am Sonntag nach dem Starkbierfest die Kirche leer ist. Mit der Durchführung am Freitag haben die Besucher so die nötige Kraft, sich erholt am Sonntag am Gottesdienst zu beteiligen.“

Dies und vieles mehr gab Sepp Bettstetter in seinem rund einstündigen „Dablecka“ zum Besten. Dafür gab es viele Lacher und viel Applaus. Da die Vorbilder der Hamberger Feierwehrkapelle, die Oid-Neuhauser heuer in Rente gehen, fragte Mario Wölfl, ob sie denn nun auch in Rente gehen? „Nein“, versprach Bettstetter. „Wir sind im nächsten Jahr wieder da.“

Und das begeisterte Publikum begleitete die Kapelle mit Standing Ovations zum Saal hinaus.

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