Neumarkts ältester Verein lebt weiter

von Redaktion

Ludwig Spirkl startet mit neuem Team und Ideen

Neumarkt-St. Veit – Man hatte sie schon fast nicht mehr wahrgenommen; die Krieger- und Soldatenkameradschaft Neumarkt-St. Veit. Lediglich ihrer Hauptaufgabe kam die Vorstandschaft noch gewissenhaft nach. Alljährlich wurde am Sonntag um den 24. April das Georgifest mit allen Neumarkter Vereinen und befreundeten Kameradschaften am Georgikreuz an der Georgistraße mit Gedenkgottesdienst an die Schlacht von 1809 begangen.

Der Gedanke, als Krieger- und Veteranenverein das Gedenken an die toten Bayern, Franzosen und Österreicher in der Schlacht von 1809 durch Pflege der „Neunerkreuze“ zu erhalten, kam den Neumarktern bereits im Jahre 1836. Aus dieser im Jahr 1836 gegründeten Vereinigung ging die jetzige KSK hervor. Große Gedenkfeiern mit Kameradschaften der ehemaligen Gegner aus Frankreich und Österreich fanden noch zu Beginn dieses Jahrhunderts in der Rottstadt statt. Vor zwei Jahren dagegen dachte man bei der Jahresversammlung schmerzvoll und verzweifelt bereits an die Auflösung des Vereins. Nach Beratung mit Bürgermeister Erwin Baumgartner und mit Stadträten, fand der damalige stellvertretende Vorsitzende, Ludwig Spirkl, Hilfe. In der folgenden Jahresversammlung übernahm er das Amt des Vorsitzenden, denn das langjährige Mitglied Lothar Eberl stellte sich als sein Stellvertreter zur Verfügung. Als Schriftführer und Schatzmeister konnte Spirkl die beiden Stadträte Ulrich Geltinger und Michael Kulhanek gewinnen.

Nun stellte Ludwig Spirkl in der Versammlung seine neue Mannschaft vor und erklärte, wie er die KSK zu „reanimieren“ gedenke. Er hat bereits feste Termine vorbereitet. Neben der weiteren Ausrichtung des Georgifesttages, bleiben die Feier am Volkstrauertag und die Kriegsgräbersammlung an Allerheiligen erhalten.

Ein Ausflug mit geführtem Besuch des Armeemuseums in Ingolstadt zum Ersten Weltkrieg wird am 23. August auch für Nicht-Mitglieder angeboten. Ebenso wird der Ausflug des Kreisverbandes vom 27. bis 30. April zum Gardasee angeboten. Die Besuche der Kriegerjahrtage befreundeter Vereine sind vorgesehen.

Mitgliederwerbung und Information seien ihm sehr wichtig, meinte Spirkl. Er bat deshalb die Anwesenden, die Anschaffung einer eigenen Homepage im Internet zu überlegen. Weitere Werbung könnte es sein, die Mitglieder für langjährige Vereinstreue zu ehren. Die Versammlung fasste den Beschluss, zunächst 25- und 40-jährige Vereinszugehörigkeit zu würdigen.

Zum Thema Ehrungen hatte Ludwig Spirkl bereits etwas vorbereitet. Ganz spontan dankte er seinem Vorgänger Peter Atzenbeck für die Leitung der Kameradschaft in den vergangenen zehn Jahren. Ganz überraschend habe er das Amt übernehmen müssen. „Er hat dazu beigetragen, dass es uns überhaupt noch gibt.“ Er habe unter größtem Personalmangel „den Betrieb aufrechterhalten.“ Dafür überreichte er ihm ein nettes Geschenk.

So ein Geschenk hatte er auch für Franz Josef Gruber dabei, „den Pfleger der Neunerkreuze, bekannt bei jedem Schmied in der Gegend“, jahrelanger Kassier und leitendes Vorstandsmitglied.

Auch Helmut Meilhammer sagte er Dank und Anerkennung: „Du hast als unser Fähnrich bei jedem Wind und Wetter unsere Fahne hochgehalten“, lobte er, und überreichte ihm ebenfalls das Geschenk.

Artikel 1 von 11