Wen die Jugend wählt

U18-Wahl Mühldorf: Vergleichsgrafik bayerischer Jugendring. Foto Kreisjugendring I Bayerischer Jugendring

U18-Wahl Mühldorf: Vergleichsgrafik bayerischer Jugendring. Foto Kreisjugendring I Bayerischer Jugendring

Bei der Kommunalwahl am 8. März sind Bürger erst ab 18 Jahren wahlberechtigt. Um zu erfahren, was Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren bewegt, hat der Kreisjugendring Mühldorf am Inn die Schüler den Landrat wählen lassen.

Von Theresa Gruber

Mühldorf – Vom 16. bis 27. Februar wählten Jugendliche aus dem Landkreis Mühldorf den Landrat. Beteiligt waren die Schulen in Gars, Ampfing und Buchbach sowie die Realschule Waldkraiburg, die Franz-Liszt-Schule und die Dieselschule in Waldkraiburg. Auch die Berufsschule I sowie das Berufsschulzentrum Mühldorf nahmen teil. Außerdem konnte man in den Jugendzentren in Haag, Mühldorf und Waldkraiburg seine Stimme abgeben. Der Kreisjugendring selbst richtete zusätzliche Wahllokale ein.

Die Abstimmung erfolgte mit klassischen Wahlurnen und Stimmzetteln und orientierte sich organisatorisch an einer echten Wahl. In ausgewählten Kommunen in Bayern wurde zudem erstmals eine digitale Stimmabgabe getestet.

Insgesamt beteiligten sich laut dem Kreisjugendring Mühldorf 1330 Schülerinnen und Schüler an der Wahlsimulation. Das Ergebnis: Mit 516 Stimmen (39,1 Prozent) hat Maximilian Heimerl (CSU) fast doppelt so viele Stimmen wie sein SPD-Konkurrent. Auf Platz zwei folgt Patrick Hüller (SPD) mit 284 Stimmen (21,5 Prozent). Oliver Multusch (AfD) bekam 238 Stimmen (18,0 Prozent) und belegt damit Rang drei, dicht gefolgt von Bianca Hegmann (Bündnis 90/Die Grünen) mit 233 Stimmen (17,7 Prozent). Schlusslicht ist die Unabhängige Wählergemeinschaft mit ihrem Kandidaten Alexander Sommer, der 49 Stimmen (3,7 Prozent) erhielt. Zehn Stimmzettel (0,8 Prozent) waren ungültig. Initiiert wurde die Wahlsimulation vom Bayerischen Jugendring. Bayernweit beteiligten sich rund 30.000 Schülerinnen und Schüler. „Junge Menschen wollen mitgestalten und ihre politische Meinung äußern“, schreibt der BJR. „Das Wahlergebnis spiegelt im Grunde das bayernweite Ergebnis wider“, erklärt Claudia Hausberger, Geschäftsführerin des Kreisjugendrings Mühldorf am Inn. Auch in der landesweiten Auswertung liegt die CSU mit 9085 Stimmen (29,0 Prozent) deutlich vorne. Im Unterschied zum Ergebnis im Landkreis Mühldorf schneidet die AfD in der Gesamtbetrachtung mit 4,5 Prozent der Stimmen hingegen deutlich schwächer ab.

Die bayernweite Wahlumfrage von Sat1 Bayern unter den Wahlberechtigten bestätigt mit 33 Prozent den CSU-Trend. Auch da liegt die AfD mit 14 Prozent auf dem dritten Platz.

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Samstag, 11. Juli 2026
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