Zangberg – Der Haushalt der Gemeinde Zangberg 2026 ist unter Dach und Fach. Das ist das Ergebnis der letzten Sitzung des „alten“ Gemeinderats vor der Neuwahl am 8. März. Kämmerer Georg Obermeier von der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen hat in seinem Vortrag den gut informierten Räten – der Haushalt samt Vorbericht war ihnen vorab zugestellt worden – die Eckpunkte übersichtlich dargestellt.
Pro-Kopf-Verschuldung
liegt bei 826 Euro
Ein zunächst vorgetragener Rückblick auf den Haushalt 2024 zeigte, dass die Gemeinde gut gewirtschaftet hat und so zum Beispiel statt der eingeplanten 17.000 Euro eine Zuführung von 374.140 Euro zum Vermögenshaushalt möglich war. Dies sei unter anderem in guten Eingängen zur 2024 defensiv kalkulierten Gewerbesteuer begründet, und so konnten auch die gemeindlichen Rücklagen um 235.000 Euro angehoben werden. Der Schuldenstand lag am Jahresende bei 826 Euro pro Kopf.
Kämmerer Obermeier stellte anschließend die Eckpfeiler des Haushalts 2026 vor, der sich mit rund 3,1 Millionen Euro im Verwaltungs- und 2,4 Millionen Euro im Vermögenshaushalt auf insgesamt 5,5 Millionen Euro beläuft. Zu den größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt zählen wieder die Einkommensteuerbeteiligung mit 979.000 Euro, die Schlüsselzuweisung (420.100 Euro), die Gewerbesteuer (340.000 Euro) und die Grundsteuer (169.500 Euro) während mit 859.400 Euro die erneut gestiegene Kreisumlage, 280.800 Euro VG-Umlage und 69.500 Euro SV-Umlage große Posten auf der Ausgabenseite stehen.
Die Veranschlagung des Vermögenshaushalts in den Ausgaben liegt mit 2,4 Millionen weit unter dem Ansatz des Vorjahres (mit Kita-Erweiterung), obwohl Wasserversorgung, Kläranlage und Kanalleitungen schon rund 780.000 Euro verschlingen. 135.000 Euro sind im Bereich Feuerwehr angesetzt, für die Erweiterung des Gerätehauses und die große Überprüfung der Atemschutzgeräte und der Lungenautomaten.
Jedoch sind hier auch eine Million Euro vorsorglich eingestellt, sollte der Erwerb von Baugrundstücken möglich sein. Ein KfW-Darlehen mit rund 100.000 Euro ist in 2026 zu tilgen.
Die angegebene Summe von 100.000 Euro zum Erwerb von Stromaggregaten erschien Gemeinderat Julian Schick (WVZ) doch etwas zu hoch. Wobei Bürgermeister und Kämmerer erklärten, dass dies ein vorsorglicher Ansatz sei, da jetzt erst die jeweils erforderliche Leistung der Aggregate an den zwei Drucksteigerungen und dem Aggregat am Wasserturm ermittelt werden muss. Je nach Ergebnis werden sich auch die anderen Mitgliedsgemeinden der VG an einer dann wohl kostengünstigeren Ausschreibung beteiligen.
Summa summarum stehen diesen Ausgaben rund 1,5 Millionen Einnahmen an Zuwendungen, Zuweisungen und Gebühren gegenüber. Der Haushalt wird mit einer Rücklagenentnahme von knapp 200.000 Euro und einer Kreditaufnahme von 600.000 Euro ausgeglichen, wobei das Zahlenwerk laut Kämmerer darauf beruht, dass die zugesagten Zuwendungen auch fristgerecht eingehen.
Investitionsprogramm
bis 2029 beschlossen
Ohne weitere Rückfragen nahm der Gemeinderat den Haushaltsplan für 2025, den Finanzplan und das Investitionsprogramm für die Folgejahre bis einschließlich 2029 einstimmig an. Da in der Haushaltssatzung obligatorisch auch die darin enthaltenen Hebesätze der Gemeindesteuern festgesetzt wurden – Grundsteuer für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (A) 450 Punkte, Grundsteuer für die sonstigen Grundstücke (B) 320 von Hundert und Gewerbesteuer 380 Punkte von Hundert – ist die im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Grundsteuerberechnung am 6. November 2024 erlassene Hebesatzung überholt, sie wurde daher anschließend einstimmig aufgehoben.