Wegen dreistem Dieb: Kein Kies zum Streuen

von Redaktion

Ärger in Schrottwinkl um Brücke und schlechte Straße –Anwohner fühlen sich im Stich gelassen

Jettenbach – Die Probleme in Schrottwinkl gehen weiter: Im Juli 2024 wurde die Brücke über die Bahngleise zu dem kleinen Weiler in der Gemeinde Jettenbach gesperrt. Seit Mai 2025 ist sie komplett weg. Seither gibt es für die Anlieger immer wieder Unannehmlichkeiten – besonders im Winter. Denn die Anfahrt über die einzig verbleibende Route, ein rund 2,3 Kilometer langer Feld- und Waldweg, ist anfällig für große Schlaglöcher und Pfützen.

Auch bei Gegenverkehr stößt die Straße an ihre Grenzen. Immer wieder suchen Petra und Florian Hartmann sowie Helga und Alexandra Türmer deswegen bei der Gemeinde um Hilfe an.

Im Winter ist die Situation
besonders schlimm

Im vergangenen Winter war es laut den Anliegern, die ihr Lager oder ihre Pferde in Schrottwinkl haben, besonders schlimm. „Die ganzen Monate gab es keinen Kies zum Streuen. Auch die Straße wurde nicht hergerichtet“, erzählt Florian Hartmann. Immer wieder hätten sie der Kommune gemeldet, dass die Wege in schlechtem Zustand seien. Erst am 26. Februar haben Arbeiter den Waldweg wieder aufgeschüttet und einen extra Berg an Kies geliefert. Die derzeitige Umleitungsstrecke durch den Wald werde, wie alle anderen Kiesstraßen der Gemeinde, regelmäßig vom Bauhof begutachtet, sagt Maier. Und bei Bedarf instandgesetzt. „Die Ausbesserung der Straße nach Schrottwinkl wurde in der letzten Februarwoche bereits durchgeführt.“ Für den Winter sei auch, wie jedes Jahr, Kies zum Aufschütten auf Vorrat an den üblichen Stellen gelagert gewesen. „Leider wurde dieser von Unbekannten entwendet und gleichzeitig Bauschutt in der Nähe des Kieslagers abgeladen. Eine Nachlieferung wurde aus diesem Grund von uns nicht veranlasst“, so die Bürgermeisterin.

Dennoch: Die vier Anlieger fühlen sich von der Gemeinde weiterhin im Stich gelassen. „Erst durch Druck passiert etwas“, sagen sie. Sie haben schon vergangenes Jahr die Kommunikation kritisiert. „Wir wollen mit ins Boot geholt werden. Es ist einfach ein Unding, wie mit uns umgegangen wird“, betonen sie weiterhin. Dringend nötig für die Schrottwinkler wäre deswegen eine neue Brücke. Seit August 2025 seien die Pläne dazu fertiggestellt, erklärt Jettenbachs Bürgermeisterin Maria Maier auf Anfrage. In den jüngsten Gemeinderatssitzungen habe das Gremium über die voraussichtlichen Kosten für die Brücke und die einer Alternativlösung über den Waldweg diskutiert. „Für die Alternativstrecke müssten wir die Waldstraße ausbauen oder asphaltieren, Straßen-Grundstücksflächen durch den Wald erwerben und auf Dauer bewirtschaften und das alles ohne Zuschüsse“, erklärt die Bürgermeisterin. Deswegen kam laut ihr der Gemeinderat zu dem Ergebnis, dass ein Neubau der Bahnbrücke die bessere Lösung sein wird.

Brückenbau: Genauer Termin steht noch nicht fest

Inzwischen ist auch schon eine Firma für den Brückenbau gefunden worden, teilt Maier mit. Auch ein Baueinweisungstermin stehe in Kürze an. Ende Februar wurden sogar schon erste Rodungen am Bahndamm ausgeführt. In Folge werde die Baufirma einen Bauplan entwickeln.

Ein genauer Termin zum Bau der Brücke steht laut Maier noch nicht fest. Jedoch seien „alle Voraussetzungen geschaffen, um die Baumaßnahmen im Jahr 2026 umsetzen zu können“, erklärt die Bürgermeisterin. „Wir bemühen uns, die neue Bahnbrücke möglichst zeitnah bauen zu lassen.“

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