Ein großes Fest wirkt lange nach

von Redaktion

Jahresversammlung der Feuerwehr zeigt ein ereignisreiches Jahr 2025 auf

Schwindegg – Ein Fest, von dem noch lange die Rede sein wird, war das 150-jährige Gründungsfest der Feuerwehr im vergangenen Jahr. So sah es Bürgermeister Roland Kamhuber auf der Jahresveranstaltung und so spiegelten es die Berichte und Ansprachen bei der Versammlung.

Der Vorsitzende Thomas Gradl blickte in seinem Bericht zurück „auf ein ereignisreiches Jahr“. Es begann mit der Snow-and-Fire-Party zu Jahresanfang und im Mai folgten die Feste dicht gedrängt über sechs Tage. Vom Festauftakt mit Auf A Wort, über Discoparty und Festsonntag bis hin zum Kabarettabend war es eine große Leistung der Organisatoren und aller Unterstützer, denn „wir haben alles selber gemacht“, so Gradl.

Weitere Veranstaltungen wie Helferfest oder Patendank, aber auch Besuche wie bei der Einweihung des Feuerwehrhauses in Walkersaich folgten.

Der große Erfolg des Gründungsfestes ließ sich auch an den Zahlen ablesen. Kassier Gust Obermeier gab einen Überblick über die Finanzen des Vereins. Das Fest hatte einen satten Gewinn eingebracht. Als gemeinnützigem Verein ermöglicht es der Feuerwehr, sich an verschiedenen Anschaffungen zu beteiligen. Die Kassenprüfer Richard Pointl und Franz Huber hatten nichts zu beanstanden und die Vorstandschaft konnte einstimmig entlastet werden.

Auf der anderen Seite waren weniger Einsätze im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Kommandant Dennis Göschl berichtete von 15 Einsätzen und 119 Einsatzstunden. Dafür wurden von den 84 aktiven Feuerwehrlern 508 Stunden für Lehrgänge investiert und 2.067 Stunden für Übungen. Bei den Einsätzen konnten elf Personen gerettet werden. Allerdings mussten die Einsatzkräfte einmal körperliche Gewalt bei einem Einsatz erfahren.

Auch für Organisatorisches war Zeit. Für einen Rettungssatz konnte die Ersatzbeschaffung ins Laufen gebracht werden. 33.750 Euro kostet der neue Rettungssatz, der mit moderner Akkutechnik ausgestattet ist. Dank der guten Einnahmen aus dem Fest kann der Feuerwehrverein die Anschaffung mit 10.000 Euro unterstützen. Der neue Rettungssatz ist vom Gemeinderat bereits beschlossen und wurde bestellt. Dennis Göschl zeichnete Florian Müller aus, der Gruppenführer geworden ist, und sprach seinen Dank an Kreisbrandrat Werner Müller aus für die Zusammenarbeit. Dieser wird Kreisbrandinspektor.

In ihrem Bericht hatte Jugendwartin Jassy Hendrych durchweg positive Nachrichten. Derzeit sind es 33 Jugendliche, davon 15 Mädchen, bei der Jugendfeuerwehr. Gemeinsam wurden 36 Übungen durchgeführt. „Wir haben akquiriert von Haustür zu Haustür“, so die Jugendwartin, und dabei waren sie sehr erfolgreich. Beim Schnupperabend konnten 23 Jugendliche neu aufgenommen werden. Ein Video zeigte die vielen Aktivitäten, die das Gemeinschaftsgefühl stärken, wie Kegelabend, Fußballspiel oder Ausflüge.

Der stellvertretende Kommandant Simon Hendrych berichtete vom Umbau des Feuerwehrhauses für das neue Fahrzeug TLF 3000 und rief zu mehr Beteiligung bei den Einsatznachbesprechungen auf. „Wenn Menschenleben in Gefahr sind, findet bei den Besprechungen die Analyse statt, warum so entschieden wurde und der Einsatz wird aufgearbeitet“, so Hendrych.

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Roland Kamhuber für den Einsatz der Feuerwehrler und für „ein wunderbares Fest“. „Ohne Euch würde vieles nicht so funktionieren“, stellte er fest. Kreisbrandrat Werner Müller freute sich über den Erfolg in der Jugendarbeit und über die Unterstützung der Gemeinde bei der Anschaffung der Fahrzeuge und Ausrüstung. „Auch von Inspektionsseite her ist es wichtig, wir brauchen gut ausgerüstete Fahrzeuge in der Region“, so Müller.

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