Elektroschrott in Flammen

von Redaktion

Eine schwarze Rauchwolke und beißender Geruch zogen über Mühldorf, als auf einem Recyclinghof Elektroschrott in Brand geriet. Die Feuerwehr brachte die Flammen rasch unter Kontrolle. Als Ursache wird ein achtlos und falsch entsorgter Akku vermutet.

Mühldorf – „Ein Akku hat wohl zu brennen begonnen, davon gehen wir derzeit aus“, sagt SMR-Geschäftsführer Joachim Hasler am Tag nach dem Brand auf dem Recyclinghof in der Marie-Curie-Straße in Mühldorf. In einem Container mit Elektroschrott entwickelte sich ein Brand mit starker Rauchentwicklung. Der Wind wehte die schwarze Wolke Richtung Stadtgebiet. Die Bürger wurden gewarnt, die Fenster geschlossen zu halten. Die Feuerwehren Mühldorf, Mößling und Töging hatten den Brand schnell im Griff. Laut Polizei wurde niemand verletzt.

Laut Hasler wird der Elektroschrott vorsortiert. Eventuell habe sich dennoch ein Akku im Container befunden und bei dem seien die Pole mutmaßlich nicht abgeklebt gewesen. Kreisbrandinspektor Harald Lechertshuber erklärt gegenüber den OVB-Heimatzeitungen und Innsalzach24, „wenn man einen Akku entsorgen will, müssen die Pole abgeklebt sein, damit es nicht zu einem Kurzschluss kommt“. Besonders Lithium-Ionen-Akkus und Batterien könnten brandgefährlich werden, wenn man nicht darauf achte. Zudem müssen Akkus aus Elektrogeräten ausgebaut sein, wenn man sie leicht rausbekommt. Der SMR-Wertstoffhof nimmt alte Akkus nur an, wenn die Pole mit Isolierband oder etwa Tesafilm abgeklebt wurden, um eine Brandgefahr zu vermeiden. „Wenn sich im Elektroschrott also noch ein solcher Akku versteckt hat, wurde er beim Verladen zusammengedrückt und begann mutmaßlich zu brennen“, so die Einschätzung Haslers.

Was nun mit den Resten des verbrannten Elektroschrotts passiert, ist noch unklar. „Das Zeug schmilzt zusammen, daher war auch der verbrannte Plastik-Geruch in der Luft“, so der SMR-Geschäftsführer. Ob es sich um Sonderabfall handle, entscheide sich nächste Woche in Abstimmung mit der GSB Sonderabfall-Entsorgung Bayern GmbH. Der staatliche Entsorger ist zuständig bei Fragen rund um möglichen gefährlichen Abfall.

Die Schadenshöhe rund um den Brand sei bislang nicht zu beziffern. „Sollte der Container auch defekt sein, gehen wir von 10.000 Euro aus. Und dann kämen noch die Kosten für die Sonderentsorgung hinzu“, so Joachim Hasler.

Zum Glück ließ sich der Brand rasch löschen. Mühldorfs Feuerwehrkommandant Martin Strasser erklärte, ein Stahlcontainer wirke wie eine Wanne. „Da konnten wir gut von oben mit Schaummittel abdecken und die Temperatur wurde mit Wasser runtergekühlt. Wegen des schwarzen Rauches waren wir mit schwerem Atemschutz ausgerüstet.“

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